THE Apple Pie

Eigentlich, ja eigentlich, kommt mein Rezept hier dazu etwas zu spät. Ein saftiger Apple Pie ist ein wahrer Genuss, dauert aber auch ein paar mehr Minuten in der Vorbereitung. Wie perfekt wäre er an einem der sagenhaften verlängerten Mai-Wochenenden gewesen? Unsere Feiertage hier in Hamburg gehen heute dem Ende entgegen. Vorbei sind die kurzen Arbeitswochen und schönen Brückentage.

Doch ein wahrer Genießer von Süßem lässt sich von etwas Vorbereitungszeit nicht abschrecken und verbringt vielleicht sogar seinen raren Feierabend oder das Wochenende dami, Apple Pie zu backen. Empfehlen kann ich es nur, es war bei mir fast wie Meditation. Nur unterbrochen von kleinen Flüchen, da ich leider die Butter im Supermarkt meines Vertrauens vergaß und so Margarine nehmen musste. Bitte nicht nachmachen, denn der Teig wurde so viel trockener als gedacht und ließ sich nur schwer ausrollen. Es gibt eben nichts über richtige Butter im Kuchen, man schmeckt einfach den Unterschied. Komplimente eingeheimst hat mein Apple Pie aber trotzdem und kam vor allem bei meinen geliebten Kolleginnen supergut an. Der leicht salzige Teig schmeckt aber auch himmlich in Kombination mit dem Apfelkompott. Und weil ich irgendwie zu viele Äpfel gekocht hatte, blieb sogar ein wenig Kompott für den Nachtisch über. Wann sonst isst man bitteschön schon einmal in Butter und Zucker und Zimt geschwenkte Äpfel zum Dessert? So nämlich.

Das nächste Rezept wird wohl schon in meiner – aufgepasst, jetzt kommt’s – riesigen neuen Wohnküche zubereitet werden. Ja, uns war nämlich langweilig, sodass wir dachten, wir könnten mal umziehen. Kleiner Scherz, natürlich sucht man in Hamburg schon eine kleine Weile, jetzt geht es aber umso schneller, denn schon in vier Wochen koche und backe ich schon in unserer neuen Wohnung. Nicht weit weg, dafür viel größer und mit einer richtigen Wohnküche ausgestattet. Ein Traum geht für mich in Erfüllung, ich kann es noch gar nicht fassen – obwohl mein Organisationswahn bereits Purzelbäume schlägt und mich an immer neue To-Dos erinnert. Ich halte Euch auf jeden Fall auf dem Laufenden.

Pie-Teig
260g Mehl
½ Teelöffel Salz
110 ungesalzene Butter

Füllung
150g ungesalzene Butter
3 Teelöffel Zimt
1,5 kg grüne Äpfel, entkernt, geschält und in kleine Stücke geschnitten
200g Zucker
1 Ei, vermischt mit etwas Milch

Zubereitung:
Von diesem Pie Teig braucht Ihr zwei für diesen Apple Pie. Also alle Zutaten mal 2 nehmen. Und bitte verwendet Butter, ich hatte durch einen blöden Zufall keine im Haus und musste Margarine nehmen. Der Teig ist dadurch nicht so cremig geworden, sondern sehr krümelig, und wollte sich nicht richtig miteinander verbinden. Keine gute Idee.
Gebt das Mehl, das Salz und die Butter in einen elektrischen Mixer und mixt es auf niedriger Stufe – natürlich könnt Ihr auch eine Schüssel und einen handelsüblichen Handmixer nehmen. Wenn der Teig eine sandige Konsistenz erreicht hat und alles gut miteinander vermengt ist, ist es genug. Gebt nun 1 Teelöffel Wasser hinzu und mixt alles weiter, bis es gut miteinander vermischt ist. Gebt nun einen zweiten Teelöffel Wasser hinzu, bis Ihr einen geschmeidigen Teig habt. Wenn der Teig immer noch etwas trocken ist, gebt noch etwas Wasser hinzu, aber seid damit vorsichtig, sonst wird er zu wässrig. Mixt den Teig lieber etwas länger, bis wirklich alles gut vermengt ist.
Packt dann den Teig in Klarsichtfolie und lasst ihn für 1 Stunde im Kühlschrank ruhen.

Gebt nun etwas Mehr auf eine Arbeitsfläche, teilt den Teig in zwei Teile. Rollt die eine Hälfte aus mit einer Teigrolle und gebt ihn dann mithilfe der Teigrolle in die vorbereitete Pie-Backform. Ich habe dafür eine Quiche-Form verwendet und dank des zu krümeligen, trockenen Teigs musste ich den Teig in Einzelteilen in die Form geben und dort miteinander verbinden zu einem richtigen Teig. Die überstehenden Teile über den Backform-Rand hinaus schneidet Ihr mit einem Messer vorsichtig ab.

Gebt nun Butter und Zimt in einen großen Tipf und erhitzt es, bis die Butter geschmolzen ist. Gebt die Äpfel hinzu und vermengt sie solange, bis sie gut mit Butter vermengt sind. Gebt zum Schluss noch den Zucker hinzu und vermischt alles gut miteinander. Kocht die Äpfe, bis sie weich, aber nicht zu weich sind, lasst sie danach abkühlen.

Füllt dann den Teig mit den Äpfeln. Gebt wieder Mehl auf eine saubere Arbeitsfläche und rollt die zweite Hälfte des Teigs aus. Gebt den Teig über die Äpfel, indem Ihr wieder die Teigrolle zuhilfe nehmt. Presst den Teig leicht auf die Füllung. Die überstehenden Ränder trennt ihr wieder mit einem Messer ab. Nun schneidet Ihr mit einem Messer ein paar Ritzen in die Mitte des Kuchens, damit er im Ofen nicht aufplatzt. Wenn Ihr ganz kreativ sein wollt, dann könnt Ihr aus den Teigresten noch Blätter formen und auf den Teig legen, so weit ging meine Hingabe jedoch nicht. Zum Schluss gebt Ihr noch die Ei-Milch-Mischung auf den Teig, damit er im Ofen eine schöne goldbraune Farbe erhält, und streut ein bisschen Zucker darüber. Backt den Pie für etwa 30 bis 40 Minuten bei 170°C im Ofen. Lasst ihn komplett abkühlen, bevor Ihr ihn genießen könnt.
Bon Appétit!

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