Sehnsucht: Mein Teneriffa-Guide – Teil 1

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Jeder hat wohl seinen ganz persönlichen Sehnsuchtsort. Jener Ort, an dem er ausnahmslos glücklich sein kann ohne schlechte Gedanken. Ein Ort, mit dem man besonders schöne Erinnerungen verbindet. Einer, bei dem einen immer warm ums Herz wird, wenn man an ihn denkt. In meinem Fall ist dies Teneriffa. Ich bin dieses Jahr erst das zweite Mal dort gewesen, fühle mich dort aber wie zu Hause. Vor vier Jahren waren wir das erste Mal dort, es war zwar nicht unser erster gemeinsamer Urlaub, fühlte sich aber so an. Ein Urlaub ohne Stress und Streit, einfach pure Harmonie. Das ist gar nicht so einfach, hat doch jeder seine ganz eigenen Ansprüche an einen perfekten Urlaub. Wer wie ich schon mit unterschiedlichen Menschen verreist ist, weiß, wie schwierig es sein kann, auch mit seinen engsten Freunden auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen. Ich habe das Glück, einen Reisepartner an meiner Seite zu haben, der so wie ich lieber Orte entdecken möchte als nur am Strand zu liegen.

Und Teneriffa ist dafür perfekt geeignet. Bietet es doch unterschiedlichste Landstriche vom Vulkan, über den nördlichsten Urwald weltweit bis hin zu Stränden und niedlichen kleinen, verträumten Dörfern. Da wir schon so viel von der Insel gesehen und aufgesaugt haben, ist es an der Zeit, meine Tipps auch mal weiterzugeben.

Anreise

Wer keine Pauschalreise mit Transfer gebucht hat, kann problemlos vom Flughafen im Süden der Insel mit den öffentlichen Bussen in sein Domizil fahren. Der Busverkehr ist hervorragend ausgebaut auf der Insel, die Busse fahren mehrmals stündlich, eine Fahrt kostet nur wenige Euros. Außerdem ist ein Großteil der Busse klimatisiert und vom Flughafen aus auch mit entsprechendem Platz für Gepäck versehen. Die Busfahrer können supergut Englisch, perfekt für Touristen. Sparfüchsen empfehle ich den Kauf einer Bonuskarte, die man am Flughafen in einem kleinen Souvenierladen ganz am linken Ende des Flughafens kaufen kann. Sonst auch in jedem größeren Ort am Busbahnhof. Die Karte funktioniert wie eine Prepaidkarte, die man abfahren kann. Mit der Karte kostet eine Fahrt jedoch meist nur die Hälfte vom ursprünglichen Preis.

Reisezeit

Teneriffa ist das ganze Jahr eine Reise wert. Das sage ich nicht nur als Verfechterin der Insel, sondern das Klima auf den Kanaren ist so gleichbleibend, dass man auch im Winter 20 Grad Celsius haben kann. Natürlich gibt es Zeiten mit höherem Risiko an Regen, was eher die Wintermonate sind. Daher fahren wir meist im April oder im Oktober/November auf die Kanaren. Dann ist die Hauptsaison vorbei und man hat viele Orte für sich allein. Auch im April haben wir ordentlich geschwitzt und konnten selbst nachts noch draußen sitzen mit einer leichten Strickjacke bedeckt. Perfekt also auch für alle, die dem Deutschen Grau im Winter entfliehen wollen so wie wir. Dieses Jahr waren wir in der Karwoche auf der Insel und kamen in den Genuss der zahlreichen Prozessionen, die durch die Straßen zogen. Ein herrliches Schauspiel, das gleichzeitig zum Innehalten und Nachdenken einlud.

Urlaubsorte

Wie schon erwähnt bietet Teneriffa für jeden Urlaubsgeschmack das Richtige an. Wer lange Sandstrände und gut ausgebaute Urlaubsorte erwartet, ist im Süden der Insel am besten aufgehoben. Hier gibt es die besten herkömmlichen Strände und die geringste Meeresströmung. Gut auch für Kinder geeignet. Außerdem ist es im Süden meist auch ein paar Grad wärmer als im Norden. An der Ost- und Westküste gibt es jeweils noch kleinere Urlaubsorte, die sich bestens für Entspannungshungrige eignen. Auch hier finden sich der ein oder andere Sandstrand. Der Norden glänzt vor allem durch seine atemberaubende Natur. Gerade wenn man aus dem deutschen Winter anreist, ist es eine wahre Pracht, so viel Grün zu sehen. Daran kann ich mich persönlich gar nicht satt sehen.

Puerto de la Cruz

Unser Lieblingsort ist und bleibt Puerto de la Cruz. Es gibt dort zwei schwarze Strände, deren Sand angeblich besonders hautverträglich sein soll durch seine Mineralien. Nur die Strömung ist an vielen Tagen zu stark, um im Meer zu schwimmen. Daher haben sich die Einheimischen die Meeresschwimmbecken ausgedacht. Das sind Pools, die die Kanarischen Inseln nachbilden und mit Meereswasser gefüllt sind. So kommen auch Familien auf ihre Kosten. Wunderschön angelegt mit vielen Palmen und so viel Fläche, dass man sich nicht wie in einem vollgestopften deutschen Freibad vorkommen muss.

Auch wenn es in Puerto de la Cruz nicht nur hübsche Hotels gibt, so macht die Stadt alles durch ihren Charme wett. Dort urlauben nämlich auch viele Spanier und mischen sich mit den anderen Touristen unter die vielen Einheimischen, sodass man nicht das Gefühl hat, in einem reinen Touristenort unterzukommen. Das ist uns besonders wichtig. Im Urlaub möchte ich kein Deutsch hören und am besten auch mit den Einheimischen kein Deutsch sprechen. Englisch kann jeder, also keine Angst. Aber ich versuche auch immer etwas Spanisch zu sprechen und hoffe, mein Vorhaben, mein Spanisch mal wieder in einem Kurs aufzufrischen, in die Tat umzusetzen. Man kann in Puerto de la Cruz stundenlang an der Strandpromenade entlang flanieren, in den Botanischen Garten spazieren, den Taoro Park erkunden oder durch die Gassen bummeln. Ganz wichtig in meinen Augen: Probiert den Barraquito oder Zaparoco. Unser Lieblingsgetränk schlechthin, das uns auch mal einen Nachmittag von Café zu Café treiben lässt. Im Grunde ist es ein Kaffee, der aus Espresso, Kondensmilch und Orangenzesten besteht. Wird er mit Licor 43 veredelt, nennt er sich Zaparoco. Ein Gedicht auf der Zunge! Überhaupt gibt es so viele Restaurants und Cafés, die mit ihren Leckereien zum Schlemmen einladen. Auf jeden Fall Fisch essen, wenn Ihr schon mal da seid! Aber es gibt auch tausende Arten von Tapas bishin zu italienischen Speisen. Ist es nicht herrlich, das ganze Jahr über draußen sitzen zu können?

Was Ihr sonst noch auf der Insel unternehmen könnt, verrate ich im zweiten Teil.

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