Decluttering my life – mein Ausmist-Projekt

decluttering_2Während ich die letzten sieben Wochen und vier Tage vornehmlich im Bett oder auf der Couch verbrachte, war so einige Zeit vorhanden, um zu grübeln. Um nachzudenken, mir den Kopf zu zerbrechen oder einfach zu träumen.

Und während ich fast ausschließlich in Jogginghosen weilte, neue alte Lieblingsoberteile dank ihres Komforts zu schätzen lernte und mich über meinen geringen Sockenverbrauch wunderte (wenn man nur einen Fuß zur Verfügung hat, fällt das schon leicht ins Auge), sah ich ein, wie wenig Klamotten und Dinge man allgemein braucht, um sein Leben zu meistern. Am meisten viel mir auf, wie zugestellt unsere Wohnung ist. Voller Krimskrams, den man einmal und dann nie wieder angesehen hat. Dinge, die man schlichtweg nicht braucht, um zu überleben. Ja, ich weiß, Firstworldproblems, mit denen ich mich da herumschlage. Doch ich brauche mir nur einmal mein vollgestopftes Bücherregal anzusehen, um zu erkennen, wie viele Dinge ich horte, ohne sie zu schätzen zu wissen. Wie viele von den gesammelten Büchern greife ich wirklich noch einmal heraus, um zu bestaunen, mich zu erinnern oder sie wirklich noch einmal zu lesen? Ich schätze, das lässt sich an 2 Händen abzählen. Zumindest befinden sich noch Studienbücher unter ihnen oder alte Schinken, die ich kein einziges Mal in den Händen hielt – nur nach dem Umzug beim Auspacken. Ist es das wirklich wert? Möchte ich in eine Wohnung voller Sachen komme, von denen mir ein Großteil nichts bedeutet?

Okay, ganz so krass wie Marie Kondo denke ich nicht. Nicht jeden Stift in meinem Besitz liebe ich abgöttisch, ein paar davon brauche ich aber tatsächlich. Aber das ist schon der Punkt: Ein paar davon brauche ich, aber ganz nicht alle Stifte. Nicht alle Notizzettel der vergangenen zehn Jahre. Und mal ehrlich: Wer schaut sich bitte die Weihnachtskarte von Opa von vor zehn Jahren an? Natürlich möchte ich niemanden verletzen, aber ein paar Monate nach Weihnachten kann man eigentlich die meisten Weihnachtskarten auch wegschmeißen. Sie haben ihren Dienst erfüllt, mir gute Gedanken zu Weihnachten geschickt. Das können sie nur ein einziges Mal, im Sommer wirkt das schon nicht mehr.

Deshalb ist mein größtes Vorhaben, sobald ich wieder besser laufen kann, die gesamte Wohnung auszumisten. Samt Keller und mit bestelltem Container. Denn gerade in dunklen und wenig besuchten Ecken lauern Errungenschaften, die ihre besten Tage längst hinter sich haben. Und ich möchte wieder jede Ecke unserer Wohnung zu schätzen wissen. Das fällt einem wirklich nur auf, wenn man plötzlich 24 Stunden täglich in seiner Wohnung verbringt, statt sonst unter der Woche quasi nur zum Schlafen vorbeizukommen. Nachdem ich die letzten Wochen viel Zeit hatte, mich mit dem Thema Minimalismus zu befassen – und damit meine ich nicht nur Klamotten – möchte ich dies nun in die Tat umsetzen und Euch an diesem Projekt teilhaben lassen. Inspiriert wurde ich durch Anna, Muchelle B und Signe. Wer sich auch für das Thema interessiert, dem lege ich diese drei Blogs samt ihrer Youtubevideos sehr ans Herz! Nun aber versuche ich meinen eigenen Weg zu gehen. So let’s get started!

Advertisements

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s