Der etwas andere Beautypost

pommade_devine_1Wir haben wohl alle unsere Stärken und Schwächen. Eigenschaften, für die uns unsere Mitmenschen bewundern, lieben und auf die manche neidisch sind. Und jene, für die sie uns hassen. Für die wir uns manchmal selbst hassen.

Genauso haben wir Körperteile, die wir abgöttisch lieben an uns oder mit denen wir zumindest sehr zufrieden sein. Und ja, das ist ein Zeichen von Stärke, nicht von Schwäche, wenn wir das von uns behaupten können. Andererseits hat wohl jeder auch sogenannte Problemzonen. Jene, die wir optimieren oder gar entfernen möchten. Das kann gut und schlecht zugleich sein. Der Mensch ist ein Optimierungsfanatiker, einer,  der immer das Optimum aus einer Situation, aus sich selbst herausholen möchte. Bei Vielen mag das im Laufe der Zeit eingeschlafen oder gar verloren gegangen sein, aber im Grunde unseres Menschseins haben wir immer nach dem Perfekten, nach dem Besseren gestrebt. Stichwort Evolution. Schaut man fern, liest Klatschzeitungen oder scrollt nur mal durch seinen Instagram Feed, fällt auf, dass es ein paar unserer Artgenossen wohl etwas zu ernst nehmen mit dem Optimierungswahn. Da die Nase schmaler, dort den Busen größer und vollere Lippen noch dazu. Dafür aber bitte ohne Bauch- und Hüftspeck. Entweder investiert man in die besten Apps zum Bearbeiten der Bilder oder ernährt sich oft sehr eigenartig und grenzwertig.

Aber so weit wollte ich eigentlich gar nicht ausholen. Nur eins: Was ich an mir absolut nicht mag, sind meine Füße. Wer könnte es mir verdenken bei all dem schiefgewachsenen und schmerzenden Stellen. Wobei die Abneigung erst durch die Schmerzen kam, nicht durch ästhetische Ansprüche an mich selbst. Denn sicher habe ich nicht etwa Schönheitsoperationen an ihnen vorgenommen, sondern mich nur unters Messer begeben, um die Schmerzen zu lindern oder im besten Fall sogar zu beseitigen. Und weil ich sehr genau weiß, wie es sich nach einer Operation anfühlt, so hilflos zu sein, würde ich niemandem leichtfertig zu solch einer Operation raten. Wie schmerzhaft vor allem die Nächte sind, in denen man vor Schmerzen und Einsamkeit nicht schlafen kann. Wie einsam auch die Tage sind, wenn alle Welt im Büro ist oder sich abends mit Freunden trifft, während man selbst tagein, tagaus nur auf dem Sofa liegen und am richtigen sozialen Leben nicht mehr teilhaben darf. Genau darum würde ich nur in extremen Ausnahmefällen überhaupt nur daran denken, mich aus kosmetischen Gründen unters Messer zu legen. Jedem das Seine, ich möchte nichts verurteilen. Nur kann ich nicht nachvollziehen, welche Risiken Manche in Kauf nehmen, nur um sich im Spiegel lieber anschauen zu können. Sollten wir das nicht so oder so?

Vor zwei Wochen, als ich meine Gipsschiene abnehmen durfte, musste ich würgen, als ich meinen Fuß ansah. Er war und ist es noch immer aufgeblasen wie ein Luftballon, blau und rot, mit Druckstellen übersät und noch dazu partiell in einem Knallorange dank Desinfektionsmittel. Noch heute kann ich ihn nur schwer waschen, möchte nichts kaputt machen. Habe Angst ihn zu berühren und inspiziere Abend für Abend gewissenhaft die Narben, um Infektionen ausschließen zu können (all das hatte ich bereits, nicht zu empfehlen). Während ich hilflos nach Luft ringe und mir krampfhaft positive Gedanken einzureden versuche. Ich habe mich schlicht davor geekelt und hätte ihn am liebsten abgeschnitten. Ist er doch Schuld an all den Schmerzen. Doch man gewöhnt sich an alles. Gibt man sich Mühe, redet man sich gut zu, hebt man den Kopf gen Himmel und denkt positiv, kann man so Einiges erreichen. Und lernt sich und vor allem den Fuß wieder zu mögen. Muss man, denn wir wollen ja noch ein paar Jährchen zusammen verbringen und das gelingt mit Respekt und Achtung voreinander am besten.

Was mir aus rein optischen Gründen wahnsinnig geholfen hat und eigentlich Grund dieses Beitrags werden sollte: Pommade Devine. Ein angepriesener Wunderbalsam, der tatsächlich kleine Wunder vollbringt. Er pflegt auch die rausten Stellen und minimiert meine Druck- und Schürfstellen von Tag zu Tag. Auch als Narbenpflege ist er wunderbar geeignet und hat dazu beigetragen, dass ich mir meine Narben ohne Schnappatmung und Würgen anschauen und sie behandeln kann. Die Haut leidet wahnsinnig, wenn man sich nur sporadisch waschen kann statt unter die Dusche zu hüpfen. Auch die abblätternde Haut konnte Pommade Devine wieder zu Normalität verhelfen. Wenn Ihr trockene Stellen habt, egal wo am Körper – selbst den Lippen hilft er ausgezeichnet – holt Euch Pommade Devine. Er gibt Lebensqualität zurück, wo man sie nicht vermutet hätte. Mein Helfer in der Not, den ich momentan abends nicht missen möchte.

Ich stoße sicher noch keine Freudenschreie aus, wenn ich abends meinen Fuß betrachte und ihn ein Stück weit gesund pflege. Ich muss die Luft anhalten, wenn ich mich jeden Abend gegen Thrombose spritzen muss. Ich hasse es, nicht wirklich helfen zu können im Haushalt – dass Putzen momentan einem Triathlon gleicht und ich danach eine Stunde Pause benötige. Ich mag nicht mehr liegen, ich kann meine Jogginghose und die Strickjacke nicht mehr sehen, welche ich jeden Tag anziehen muss – die einzigen Kleidungsstücke, die gerade gehen. Und ich will endlich wieder nach draußen gehen. Aber ich weiß, es wird besser, Tag für Tag.

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