30 Things to Do before 30: Designerhandtasche

loft_kleid_1Während ich seit Tagen das Jahr 2016 Revue passieren lassen, manchmal schmunzelnd, manchmal seufzend und manchmal Tränen verdrückend – ist mir aufgefallen, welchen Beitrag ich schon seit Sommer schreiben wollte. Es gibt einen weiteren Punkt auf  meiner „30 Things to Do before 30“, den ich abhaken kann.

Wie konnte ich nur so einen monumentalen Moment verschweigen? Gar verdrängen für mehrere Monate? Wo ich ihn, also das Ergebnis, täglich mit mir herumtrage? Nun gut, Ihr kennt meine Vorliebe für Übertreibungen aller Art, die ich meist nie ganz ernst, sondern mit einem zwinkernden Auge meine. Wie kann man sich auf Banalitäten stürzen, während da draußen in der Welt so viele schreckliche Dinge in diesem Jahr passierten? Wie kann ich lachend an unseren wundervollen Hochzeitstag und unser neues Leben als Ehepaar denken, wenn Kinder sterben und Bomben fallen? Nicht einfach, aber wie soll man sonst weiterleben, wenn man sich nicht an noch so kleinen Dingen erfreuen kann? Der Mensch ist im Grunde ein hoffnungsvoller Geselle, der immer wieder aufsteht, egal wie oft er auf die Nase fällt. Es macht mir verrückt, täglich die Tagesschau zu sehen. Noch verrückter würde es mich allerdings machen, wenn ich mein eigenes Leben mit all seinen kleinen und großen glücklichen Momenten nicht mehr zu schätzen wissen würde. Gerade in diesen Zeiten.

So ist es keineswegs oberflächlich gemeint, wenn ich den Punkt, eine Designerhandtasche zu kaufen, abgehakt habe. Nein, ich habe keine 1.000 Euro oder mehr für eine Prada, Gucci oder Hèrmes Tasche ausgegeben. Sondern nur läppische 100 Dollar in einem Outlet Center in Palms Springs. Aber Michael Kors zählt in den Kreis von Designern und genau von ihm wollte ich auch Tasche kaufen. Hatte bereits vorher monatelang recherchiert, was mir gefällt. Und dann leicht schockiert geschaut, als uns unser Tourguide mitteilte, dass wir keine Zeit für Shopping hätten während unserer Rundreise. Doch glücklicherweise gewährte er uns 2 Stunden im Outlet Center in Palms Springs, in dem ich wie wild den Michael Kors Laden ansteuerte. Ich probierte unzählige Taschen, wollte unbedingt eine in einer klassischen Farbe und einer Form, die ich noch nicht besitze. Deshalb ist es dieses Modell geworden, obwohl ich eigentlich eine andere im Auge hatte. Da ich sonst aber nicht mal eben so 100 Dollar für eine Tasche ausgebe, sind wir erst mal ohne Errungenschaft wieder aus dem Laden raus, nur um nach 10 Minuten zurückzukehren. Ich wollte diese Chance nicht verstreichen lassen. Immerhin kostet sie in Deutschland 350 Euro. Das Schnäppchen konnte ich mir nicht durch die Lappen gehen lassen.

Und hat es sich gelohnt? Ich trage sie jeden Tag und mag sie sehr, das ist ohne Frage. Aber im Nachhinein fragte ich mich häufig, ob mich eine Designerhandtasche wirklich glücklich machen kann. 100 Dollar war sie definitiv wert, doch eine kleine Macke hat sie schon jetzt. Ob mir wohl zweite Wahl im Outlet Center angedreht wurde? Jedenfalls hätte ich dafür keine 350 Euro hingeblecht. Und schon gar nicht 1000 Euro für eine andere, das steht für mich fest. Wer das ausgeben möchte, verurteile ich sicher nicht. Aber dafür bin ich irgendwie zu sparsam, würde mir im Zweifel wohl eher eine gebrauchte Designertasche kaufen. Manche Lektionen lernt man erst im Nachinein. Nicht jede Planerfüllung macht glücklich, aber auf jeden Fall klüger.

In diesem Sinn wünsche ich Euch alles Liebe und Gute für 2017 und freue mich auf viele neue Beiträge.  :*

PS: Da mir der Weihnachtsmann Gutscheine für König der Löwen unter den Weihnachtsbaum legte, habe ich die Erfüllung eines weiteren Traums von meiner Liste schon in greifbarer Nähe. 😀

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