Münchner Wintersterne aka Geisterglocken

weihnachtsglocken_1Lang habe ich überlegt, was ich dieses Jahr im Advent backen sollte. Wälzte Zeitschriften und Bücher, konsultierte Blogs. Bis ich mich darauf besonnen hatte, was mir persönlich in der Adventszeit so wichtig ist: Meine Kindheit aufleben.

Und was gibt es Schöneres, als familienvererbte Rezepte wieder aufleben zu lassen? Seitdem ich denken kann, kredenzt meine Oma jedes Jahr aufs Neue Plätzchen mit selbstgemachter Marmelade in drin. Mit Puderzucker bestäubt und gerade so fest, dass sie nicht mehr roh sind. Eine ganz besondere Erinnerung für mich. Münchner Wintersterne heißen sie im Originalrezept. Sterne habe ich allerdings nicht als Ausstechformen, sodass es Glocken geworden sind. Glocken, die häufig eher an Geister erinnern, dahe der etwas eigenartige Name dafür. Geht es Euch ähnlich, dass Ihr Euch in dieser ganz besonderen Zeit zwischen dem 1. Advent und Heiligabend täglich an Eure Kindheit erinnert? An Momente denken müsst, die Euch sonst das ganze Jahr nicht in den Kopf kommen? Backen mit der Oma, Basteln mit den Eltern, der erste Kinderpunsch und große leuchtende Pyramiden? Daran denke ich jedes Jahr und sehe mir mit feuchten Augen Aschenbrödel, Frau Holle und all die anderen liebenswerten Gesellen auf DVD und im Fernsehen an. Und denke entzückt daran, wie magisch jede Adventszeit bei uns zelebriert wurde. Wie ich jeden Abend eine Geschichte aus unserem Adventskalender Gutenacht-Geschichtenbuch vorgelesen bekam und vor allem den Nikolaustag kaum erwarten konnte. Wie wir jedes Wochenende einen anderen Weihnachtsmarkt entdeckten und als kleine Knöpfe schon eine riesige Bratwurst im Brötchen verdrückten. Während ich daran denke, lasse ich mir nun die Plätzchen schmecken. Ich wünsche Euch einen zauberhaften Advent voller magischer Momente!

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Zutaten:

200g zimmerwarme Butter
200g Zucker
1 Pck. Vanillezucker
1 Prise Salz
2 Eier
400g Mehl
2 Esslöffel Rum
Marmelade
Puderzucker

Zubereitung:

Die Zubereitung ist kinderleicht. Gebt all diese Zutaten in eine große Schüssel und mixt sie mit einer Küchenmaschine oder einem Handrührgerät gut durch, mit eine Teigmasse entstanden ist. Dann stellt Ihr den Teig am besten über Nacht kalt.

Nehmt ihn am nächsten Tag aus dem Kühlschrank und lasst ihn auf Zimmertemperatur aufwärmen. Wenn Ihr wenig Zeit habt, gebt den Teig kurz in die Mikrowelle.

Rollt den Teig nun auf einer bemehlten Arbeitsfläche mit einer Teigrolle aus. Stecht ihn aus mit Formen Eurer Wahl.

Gebt jetzt alle Plätzchen auf mit Backpapier ausgelegten Backbleche und backt sie für etwa 15 Minuten bei 150°C Umluft.

Nachdem sie etwa 10 Minuten ausgekühlt haben, bestreicht Ihr die Plätzchen mit Marmelade – ich habe dafür selbstgemachte verwendet mit gemischten Beeren – und setzt ein Plätzchen drauf. Zum Schluss bestäubt ihr sie noch mit etwas Puderzucker und esst oder verstaut sie gut in Dosen.

Bon Appétit!

Falls Ihr auf der Suche nach weiteren Rezepten seid, schaut mal hier oder hier vorbei.

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