Was war noch gleich mit Kleid und Location? Letztes Hochzeitsupdate!

dress_1Upsi, Dupsi, als ich heute Vormittag unsere Wohnung in ein Putzparadies verwandelte und herbstfein machte, fiel mir doch schlagartig auf, dass ich Euch ja noch eine Edition unserer Hochzeitsvorbereitungen schuldig blieb: Mein Kleid und unsere Location blieben hier bisher im Verborgenen – aus Rücksicht auf meinen Gatten und die eingeladenen Gäste, denen ich das Moment der Überraschung natürlich nicht verwahren wollte.

Mein Hochzeitskleid war im Prinzip der einfachstes Part überhaupt während der gesamten Hochzeitsvorbereitungen. Schon ganz zu Anfang war klar, dass ich mit lieben Freundinnen auf jeden Fall nach Lüneburg zu Bleibtreu, einem Outlet speziell für Brautmoden, fahren würde. Hatten wir damit doch bereits wunderbare Erfahrungen gesammelt. Kurz angerufen und für Januar einen Termin ausgemacht.

Begrüßt wurden wir von einer sehr freundlichen Mitarbeiterin namens Anna, die uns gleich in ihre Fittiche nahm. Sie fragte meine Vorstellungen ab (auf keinen Fall schulterfrei, nicht zu lang, am besten oben Spitze und mindestens kleine Ärmchen, unten gern fließend und schlicht), fragte dann meinen Freundinnen und ließ uns Kleider aussuchen. Ginge es nach meinen Freundinnen, hätte ich wahrscheinlich 50 Kleider mit in die Umkleidekabine genommen, aber dann hätte ich wohl gleich drei Folgetermine vereinbaren müssen. Mit meinen zwei Freundinnen und meiner Schwester hatte ich drei Frauen mit wahnsinnig unterschiedlichen Geschmäckern auf der Wartebank. Das erste Kleid ließ uns alle vier um die Wette strahlen. Gleich das erste Kleid war so ein Hammer, unglaublich! Die weiteren Kleider konnten damit nicht mehr mithalten. Wobei ich noch zwei andere Kleider in meinem inneren Kreis hatte. Gar nicht so einfach, sich zu entscheiden, wenn die Jury da draußen so gnadenlos ihr Urteil abgab. Was allerdings auch gut war, denn man selbst sieht sich kaum im Kleid. So komisch war die Vorstellung, wirklich in solch einem Kleid zu heiraten. Ich und heiraten? Wie unwirklich! Glücklicherweise wusste meine Verkäuferin, was ich wollte und wann ich mich wohlfühlte und beriet mich ausgezeichnet hin zu meinem Traumkleid. Nebst Schuhen sogar, obwohl ich es abgrundtief hasse, Schuhe zu kaufen (kleines Fußproblem, Ihr erinnert Euch?). Und was ist es geworden: Schulterfrei, ohne Ärmel, ellenlange Schleppe. So gar nicht das Kleid meiner Vorstellung, doch aber mein persönliches Wow- und Traumkleid. Zum Preis von unter 400 Euro. Genau das richtige Budget für mich. Wenn Ihr also auch interessiert an wunderschönen Brautkleidern seid, aus dem hohen Norden kommt und keine 1000 Euro auszugeben bereit seid, fahrt nach Lüneburg zu Bleibtreu!

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Der zweite Anker während unserer Planung war das liebe Team des Vierländer Landhauses, unserer Feierlocation. Denn nachdem wir so einige Locations besichtigten, ich Tag und Nacht nur noch nach Alternativen schaute und wir schier verzweifelten an all den überteuerten Angeboten, die meist ohne jedlichen Charme auskamen und deren Personal nicht immer das freundlichste war, dachten wir schon, am Ende noch zu Hause feiern zu müssen. Es war wie verhext: Hochzeitslocations sind um Einiges teurer als herkömmliche, aber es ihnen verschweigen kommt sicher auch nicht so gut, wenn wir am Tag der Tage plötzlich in weißem Kleid und schwarzem Anzug ankommen. Wie gut, dass mir eine Kollegin das Vierländer Landhaus empfahl, in dem sie bereits Gast einer Hochzeit war. Sehr kompetentes Personal stellte seine Empfehlungen vor, schraubte an vegetarischen Alternativen, lila Farbkonzept, kleinen Blumen und unseren Gin Wünschen. Sehr zuvorkommend, immer eine gute Antwort parat, überaus flexibel und freundlich. Dazu noch eine idyllische Umgebung mit eigener Terrasse, Elbe-Anleger und Grün. Es hatte sofort gefunkt zwischen uns und wir wussten: Hier möchten wir unsere Hochzeit feiern und nirgendwo sonst! Und das Beste: Da die Location etwas außerhalb von Hamburg angesiedelt ist, kostete sie nur einen Bruchteil dessen, was man in Innenstadtlage verlangt. Mit Getränken all inclusive und Feiern bis zum Morgengrauen. Genau das war letztlich auch unser Motto und wurde nahezu 1:1 umgesetzt (den Sonnenaufgang sah ich erst nach dem Ankommen in der Ferienwohnung).

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Ein rundum glücklicher Tag, der uns nur kurz in Aufruhr versetzte, als einer der Trauzeugen seinen Ausweis vergaß. Eine Anekdote für unsere Enkel :). Das einzige Manko: Obwohl jede Ex-Braut dazu rät, jeden Moment zu genießen, kommt man vor lauter Grinsen, Fotoshootings, Tanzen, Reden Halten, Spiele spielen und Gäste unterhalten weder zum Essen noch zum Zurücklehnen und Genießen jedes Augenblicks. Dafür geht der Tag doch schließlich viel zu schnell vorbei. Aber das Beste: Die Hochzeit ist nur der Anfang, der richtige Spaß beginnt erst jetzt mit der Ehe! All die schlaflosen Nächte, Grübeleien ob des Tagesablaufs, der Stimmung der Gäste, Vereinigung all dieser unterschiedlichen Geschmäcker, Hochzeitstanzproben, verzweifelte Whats-App-Nachrichten an meine Schwester, auch dieses und jenes zu beachten: All diese Nervenachterbahn hat sich ohne mit der Wimper zu zucken vollends gelohnt für dieses eine JA, dieses Gefühl des Glücks und der Zufriedenheit, das mich seitdem durchströmt. Nachahmung gern empfohlen!

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