Die Welt ist rund und gar nicht so groß – Teil 4

santa_barbaraNeunter Tag

Kurz nach Sonnenaufgang ging es weiter mit dem Bus nach Santa Barbara. Die Stadt, in der eine Villa gut und gern mal 8 Millionen Dollar kosten kann und die Einwohner einschlägige Hollywoodstars sind, hat sich doch im diesigen Nebel präsentiert. Sie ist quasi die Wettergrenze zwischen dem kühlen Norden Kaliforniens und Southern California, in dem es quasi nie regnet. Schön war es trotzdem dort und ich hätte Santa Barbara gern noch im Sonnenschein erkundet. Die Zeit reichte jedoch nur für die Besichtigung eines Klosters (Franz von Assisi hat übrigens mit den Franziskanern halb Kalifornien missioniert) und der Strandpromenade.santa_barbara_2 santa_barbara_3

Aber wir mussten weiter, denn Los Angeles wartet nicht auf Einen. Vor allem der fiese Verkehr nicht. Das riesige Moloch, das von der Fläche größer als Österreich ist, war leider zu groß für nur 2 Stunden Zeit, die wir hatten. Wie gern wäre ich noch nach Santa Monica gefahren, was ich damals mit meiner Schwester so zauberhaft entspannt im Gegensatz zu LA fand. Ich sprach davon: Unsere Rundreise war wahnsinnig vollgepackt mit Infos, Besichtigungen und Eindrücken. So erkundeten wir die Stadt im Reisebus mit unserer Reiseleitung und konnten nur kurz über den Walk of Fame hetzen. Denn ja, wieder waren wir auf der Suche nach etwas Nahrhaftem in viel zu kurzer Zeit. Angekommen waren wir bei vegetarischen Sandwiches, bei denen irgendwie die Sauce verloren gegangen war. Sie waren so trocken, dass sie uns fast im Hals stecken blieben.

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Dafür jedoch war das Abendprogramm wunderschön. Zunächst schlenderten wir über den Farmer’s Market und kosteten uns von Stand zu Stand (aber leider nur wenig vegetarische Alternativen). Dann fuhren wir zum Griffith Park hinauf und hatten einen gigantischen Blick über die riesige Stadt LA. Leider war der Akku unserer Kamera alle, sodass das Iphone den Blick nicht wirklich gut einfangen konnte. Ein fast schon magischer Ort, nur die vielen Touristen störten ein wenig. Danach ging es noch zur Walt Disney Music Hall und der Oper, zwei sehr futuristische Gebäude in einer menschenleeren Downtown. Man kennt kaum eine Metropole, in deren Downtown kein Mensch hin möchte.

Zehnter Tag

Schon neigte sich unsere Rundreise dem Ende zu. Mit einem kläglichen Rest der Reisegruppe fuhren wir stundenlang zurück nach Las Vegas, wo die Meisten wieder gen Heimat düsten. Wir jedoch nutzten den Abend für einen spontanen Ausflug zu einer Las Vegas Show über die Geschichte der Megacity – und feierten den Beginn unserer eigenen kleinen Reise (die Flitterwochen möchte man doch gern auch mal zu Zweit erleben). Man kann von Amerikanern denken, was man mag: Fantastische Shows machen können sie ohne Frage. Danach schauten wir uns endlich die Wassershow vor dem Bellagio. Sorry, aber dagegen sieht die Show in Planten und Bloomen leicht mikrig aus. Ist aber auch schwer mitzuhalten, wenn im Hintergrund der Eiffelturm im schönsten Licht steht. So schön, dass wir noch bis in die späte Nacht bei kühlendem Gin Tonic im Bellagio die Automaten wund spielten.

Elfter Tag

Wieder in Freiheit freuten wir uns wahnsinnig auf unseren Hotelwechsel zum Luxor Hotel. Wann bekommt man schon die Möglichkeit in einer Pyramide zu wohnen? Selbst das Restaurant mutet mit Statuen und Säulen so landestypisch an, als wäre man wirklich in Luxor. Ich hätte nie gedacht, dass mich die Kopien in Las Vegas so beeindrucken würden. Abgesehen vom Hotel erkundeten wir erneut Casinos und Malls im Wechsel. Nach draußen konnten wir dank Temperaturen von über 40°C immer noch nicht. Wollten und mussten wir auch gar nicht. Denn sitzt man einmal vorm Automaten, vergeht die Zeit wie im Flug. Klingt komisch? Ist aber so! Und wie schön ist es bitte, wenn eine Reise endet und die nächste gleich beginnt? Ich freute mich wahnsinnig auf unseren Trip nach San Diego!

Wie wird unser erster Roadtrip durch die USA verlaufen? Und werde ich wie in San Francisco auch von San Diego enttäuscht sein? Mehr im nächsten Teil meines Reisetagebuchs.

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