Die Welt ist rund und gar nicht so groß… – Teil 1

usa_rundreise_6…mit diesen Worten verabschiedete sich unser Guide nach 11 Tagen Spaß, Schweiß, Bewunderung und Lachen, nach insgesamt 5.000 Kilometern Wegstrecke, die wir Tag für Tag zurückgelegt haben. Was wir genau erlebt haben, möchte ich in diesem Reisetagebuch für Euch und mich festhalten.

Tag 1

Wir kommen nach insgesamt 12 Stunden Flugzeit vollkommen aufgekratzt am Flughafen von Las Vegas an. Unser Hangover nach der Hochzeit ist Gott sei Dank fast vergessen. Glücklicherweise sind wir keine 30 Minuten nach Landung schon raus aus dem Flughafengebäude (ein Hoch auf die Einwanderungsbehörde in Las Vegas). Uns schlägt ein ofenwarmer Wind von 45°C entgegen.

Kaum im Hotel spielen wir eine Runde am Einarmigen Banditen, bevor wir mit dem Shuttle zum Strip fahren. Draußen ist es zwar kaum auszuhalten, aber man kommt nicht alle Tage nach Las Vegas. Daher schwitzen wir uns über den Las Vegas Boulevard, erfrischen uns unter den Sprinkleranlagen und vor allem in den kühlschrankartig kalten Casinos. Wie schnell die Zeit vergeht, wenn man sich am Black Jack oder Roulette versucht. Immer einen Gin Tonic in der Hand wohlgemerkt, denn spielt man, bekommt man gegen ein Trinkgeld gratis Getränke. Kann ich nur Jedem empfehlen. Denn Ausgehen in Las Vegas kann bei Getränkepreisen um die 20 Dollar und Eintrittspreisen von 30 bis 40 Dollar schnell ins Geld gehen. Das bekommt man garantiert nicht so schnell im Casino wieder in die Taschen. Wer in Las Vegas ist, sollte unbedingt zu einem der zahlreichen Hotelbuffets gehen. Für etwa 30 Dollar gibt es Essen und Softdrinks satt. Nur mit Jetlag macht sich das nicht gut, ich bekam kaum einen Bissen runter, hat sich für mich am ersten Abend nicht gelohnt. Und während ich schon am Spielautomaten einschlief (in Deutschland war es bereits wieder Morgen), wollte mein Mann (wie gut das tut, das zu schreiben) einfach nicht aufhören. So sind wir schließlich noch eine Stunde nach Hause gelaufen, ich mit mehr geschlossenen als offenen Augen. Ganz wichtig: Nehmt immer ein Hotel am Strip, die Wege sind sonst zu weit!

Tag 2

Nach einem ausgiebigen Pancake-Frühstück machten wir weiter Las Vegas unsicher und erkundeten Shopping Malls, Hotels und Casinos.

Jedes Hotel hat seine eigene Themenwelt erschaffen, dies es entdecken gilt. Wer es noch nicht erlebt hat, wird skeptisch mit dem Kopf schütteln, aber es ist herrlich aufregend, unter dem Eiffelturm hindurchzugehen, während auf der anderen Straßenseite die Skyline New Yorks ruft. Nebenan stehen Flamingos im Hotelinnenhof. Gegenüber hat angeblich Caesar früher gelebt (danke Hangover für diese Aufklärung :)) und die Gondoliere schieben ihre Gondeln im Canale Grande umher. Wo sonst steht man in einer Mall und begutachtet Feuershows, den Markusplatz, den Trevibrunnen und hat einen Himmel auf der Innendecke der Mall aufgemalt? Leicht skurril, aber wirklich einmalig. Zum Glück haben wir den Wüstentrip ins Death Valley gecancelt und genießen noch etwas Zweisamkeit, bevor es am dritten Tag ab 8 Uhr morgens auf den Roadtrip geht.

Tag 3

Ab sofort heißt es 6 Uhr aufstehen und spätestens 8 Uhr fährt auch schon der Bus los. Das harte Los einer Gruppenreise, dafür kann man im Bus gut schlafen und obendrein den spektakulären Ausblick genießen. Einzigartige Wüstenlandschaften fliegen an unserer Scheibe vorbei. Wobei: Von Fliegen kann keine Rede sein, wenn man stundenlang durch die Wüste fährt, ohne auch nur den Anschein von Zivilisation. Da kann man sagen was man will, aber so was sieht man nun mal nicht in Deutschland. Allein schon wegen der endlos langen Weiten hat es sich gelohnt, so weit zu fliegen. Am Nachmittag kommen wir im Mormonenstat Utah an und bestaunen den Bryce Canyon Park, nachdem wir vormittags schon im Zion Nationalpark waren. usa_rundreise_5 usa_rundreise_4Der Bryce Canyon Park besteht zum großen Teil aus salzsäulenartigen Gebilden, die der Legende nach Menschen war. Menschen, die durch schlechtes Verhalten in Stein verwandelt wurden. Ein unbeschreibliches Gefühl, all die Gesteine vom Rand des Abrgunds aus zu begutachten. Einzig mein Bild vom Rand des Abgrunds konnte ich dank aufkeimender Höhenangst nicht wirklich in die Tat umsetzen. Aber man hätte stundenlang in den Horizont blicken können, ohne auch nur den Funken von Langeweile in sich aufkeimen zu lassen. Genau für solche Naturschauspiele sind wir in den Westen der USA gekommen. Und wären gern noch durch den Park gewandert. Der Tagesplan der Rundreise sah dies aber leider nicht vor, sodass wir zu unserem ersten Hotel im Nirgendwo fahren. Es gab da wirklich nur den Hotelkomplex samt Minimarkt und Restaurant und zwei Souvenirgeschäfte. Und drumherum ganz viel Natur. Zumindest ist es in den Hochlagen von Utah nicht so heiß wie in Las Vegas

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Wie es mit uns und der Natur weiterging, wann wir endlich wieder Städte sehen und ob wir auch mal länger schlafen konnten, erfahrt Ihr im nächsten Teil.

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