Pasta mit zweierlei Spargel

spargel_pasta_3Blickt man momentan auf die Speisekarten der hiesigen Restaurants oder sieht sich die Gemüseabteilung seines Lieblings-Supermarkts genauer an, kommt man an einem Gemüse derzeit nicht vorbei: Spargel. Ganz klar, die Deutschen verbindet mit dem länglichen weißen oder grünen Stiel, den Arbeiter Jahr für Jahr mühevoll aus der Erde befreien, eine ganz besondere Beziehung. Kaum eine kulinarische Saison wird so sehr in den Himmel gelobt und in der ganzen Bundesrepublik so gefeiert und verkündet wie die Spargelzeit. Geht es nur mir so oder sieht man sich quasi gezwungen zwischen Mai und Juni jeden Tag Spargel zu essen? Zu kurz ist die Zeit, um auf das edle Gemüse zu verzichten. Wahrscheinlich macht es gerade die kurze Erntezeit so besonders und mondän. Jeder Kulinariker, ob groß, ob klein, ob jung oder alt, kommt an ihm vorbei.

So sehr ich Spargel auch liebe – habe ich früher übrigens ausschließlich wegen der wahnsinnig leckeren Sauce Hollandaise gegessen – so mühselig finde ich seine Zubereitungszeit. Oder ist das ein Mythos? Bei uns war die ganze Schälarbeit füher verschrien. Viel lieber griff meine Mutter zum bereits geschälten Spargel aus der Aldi Tiefkühltheke. Vielleicht habe ich dieses Klischée mitgenommen in meine Erwachsenenzeit und bevorzugte daher grünen Spargel, der sich deutlich leichter schälen lässt. Gemeinsam mit getrockneten Tomaten liebe ich Spargel im Risotto. Ganz zu schweigen vom deutlich ausgeprägteren Aroma gegenüber seinem weißen Bruder. Doch wie es unser Pasta-Herz möchte, wählten wir eine grandiose Pastapfanne mit Tomatensugo als Begleitung zum Spargel. Und um sich gleich die volle Dröhnung zu geben, warfen wir gleich weißen und grünen Spargel auf einmal in den Topf und ließen uns beides mit der Pasta schmecken. Die Schälarbeit habe ich zwar schon vor Kochbeginn verflucht. Doch sind die Stangen erst einmal vom lästigen Mantel befreit, schmecken sie so wahnsinnig zart, dass sie glatt auf der Zunge zergehen. Der Aufwand hat sich definitiv gelohnt. Ich empfehle aber eine Küchenhilfe. Habe ich mir neuerdings zugelegt. Zusammen geht die Schnibbelei schneller von der Hand und macht obendrein viel mehr Spaß. 🙂

Den Rest Spargel haben wir uns übrigens dann am Folgetag doch mit Sauce Hollandaise gegönnt. Kann ich nur empfehlen bei Spargelüberschuss.

Zutaten:

25g Sonnenblumenkerne (alternativ Pinienkerne)
250g grüner Spargel, im unteren Drittel geschält
250g weißer Spargel, geschält
Salz, Pfeffer Zucker
150g Zucchini, längs geviertelt
2 Dosen geschälte Tomaten
5 EL Olivenöl
40g Schalotten, fein gewürfelt
2 TL Tomatenmark
150g Kirschtomaten
500g Spaghetti
50g Parmesan

Zubereitung:

Röstet zuerst die Sonnenblumenkerne ohne Fett in einer kleinen Pfanne an und stellt sie beiseite.

Dann macht Ihr Euch ans Schälen des Spargels. Geduld macht sich hier bezahlbar: je besser geschält, desto zarter der Spargel später.

Schneidet von beiden Spargelsorten die Enden ab und schneidet sie in 3 bis 4 cm große Stücke.

Gart den weißen Spargel in kochendem Salzwasser 8 Minuten lang. Gebt in den letzten 3 bis 4 Minuten den grünen Spargel hinzu und gart ihn mit. Gießt den Spargel ab, schreckt ihn ab und lasst ihn abtropfen.

Schneidet die Zucchini in der Zwischenzeit ín 1 cm breite Streifen und dann in Stücke. Gebt die Dosentomaten mit Saft in eine Schüssel und zerdrückt die Tomaten mit einer Gabel.

Erhitzt nun 5 EL olivenöl in einem Topf. Bratet die gewürfelten Schalotten, den in Streifen geschnittenen Fenchel und die Zucchini 2 bis 3 Minuten an. Rührt dann das Tomatenmark unter. Gebt die Dosentomaten hinzu und kocht alles auf. Dann würzt Ihr es mit Salz, Pfeffer und 1 TL Zucker und kocht den Sugo bei mittlerer Hitze für etwa 30 Minuten ein. Nach 20 Minuten gebt Ihr die Kirschtomaten, den Spargel und die Oliven hinzu.

Kocht nun noch die Spaghetti in reichlich kochendem Salzwasser, gießt sie ab und gebt sie tropfnass zum Sugo. Alternativ könnt Ihr die Pasta auch sofort auf dem Teller verteilen und dann mit Sugo vermengen. Je nachdem, ob Euer Kochtopf für beides Platz hat. Richtet nun die Pasta auf Tellern an, dekoriert sie mit Sonnenblumenkernen und Parmesan serviert sie mit etwas Pfeffer bestreut.

Bon Appétit!

spargel_pasta_1

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