Marmorstyle auf dem Kuchenteller

marmorkuchen_2016_1Die ganze Online-Welt scheint momentan in Marmor verliebt zu sein. Marmor im Bad, Marmor in der Küche. Marmor sogar als Handyhülle. Wohlgemerkt: Marmor-Optik, reinster Marmor ist nur selten im Spiel (kostet ja auch ein kleines Vermögen). Ich habe das Thema mal ganz anders aufgezogen und einen Klassiker der Backtradition hervorgekramt: Marmorkuchen. Mit dicker Schokoladenglasur versteht sich. Früher als kleiner Nebenbeikuchen verschrien, möchte ich die Gelegenheit nutzen, um ihn geeignet zu würdigen. Möchte man immer nur als Begleiter von dicken Schwarzwälder-Kirsch-Torten, Cheesecake und Cupcakes bezeichnet werden, lediglich in einem Nebensatz kurz erwähnt? Das hat der kleine, aber feine Marmorkuchen nicht verdient. Schlichte Dinge sind doch unabdingbar. Wer kann schon eine mehrstöckige Torte zubereiten, wenn sich die Eltern plötzlich für den Nachmittag ankündigen? Marmorkuchen jedoch lässt sich problemlos spontan backen. Mehl, Zucker, Backpulver, Butter, Milch und Eier hat die Hausfrau von Heute nun mal immer zu Hause. Kuvertüre auch, zumindest wenn man wie ich einen Freund mit großer Vorliebe für Chocolate Muffins im Hause hat.

Es sind doch genau diese Momente, die uns glücklich machen. Spontan mit lieben Menschen zusammenkommen und sich des Lebens freuen. Die neuesten Neuigkeiten austauschen, über Vergangenes und Geplantes zu quatschen. Lachen und Weinen in der gleichen Minute. Und dabei zu Kaffee und einem guten Stück Kuchen greifen, ohne gleich mit Bauchschmerzen auf der Couch liegen zu müssen. Diese klitzekleinen Momente, in denen wir die Zeit und Welt um uns vergessen und kurz einfach nur ausgelassen und glücklich sind, machen das Leben doch erst lebenswert. Daher möchte ich dafür plädieren, auch die einfachen Kuchen unserer Kindheit auf die Kaffeetafel zu bringen. Cheesecake, Cupcakes und Cake Pops essen wir doch schon zur Genüge. Und mit Kuchen habe ich noch immer meine Lieben um mich scharen können.

Zutaten:

Für den Teig
175g Mehl
2 TL Backpulver
1 Prise Salz
75g Butter
200g Zucker
2 Eier
120ml Milch
1 Päckchen Vanillezucker
75g Zartbitterschokolade

Für das Frosting
125g Butter
55g Puderzucker
150g Zartbitterschokolade
marmorkuchen_2016_4Zubereitung:

Fettet zunächst eine Kastenform mit Butter ein und legt sie dann mit Backpapier aus. Schmelzt die Schokolade über dem Wasserbad.

Verrührt Mehl, Backpulver und Salz miteinander und stellt die Schüssel beiseite.

Mixt nun die Butter mit dem Zucker in der Küchenmaschine oder mit einem Handrührgerät, gebt nach und nach die Eier hinzu und mixt weiter. Gebt nun das Mehl, die Milch und Vanillezucker hinzu und mixt gründlich weiter.

Gebt die Hälfte des Teigs in eine andere Schüssel und vermengt ihn mit der geschmolzenen Schokolade.

Nun gebt Ihr beide Teige in die Form. Hier gibt es mehrere Arten. Ich war faul und habe erst den weißen und dann den braunen Teig hineingegeben. Ihr könnt es auch löffelweise abwechseln. Geht noch mit einem Messer durch den Teig, um den Marmoreffekt herauszuarbeiten. Nun backt Ihr den Kuchen für etwa 35 bis 40 Minuten bei 180°C.

Lasst den Kuchen nun kurz auskühlen, nehmt ihn dann aus der Form und lasst ihn komplett auskühlen.

Für das Frosting schlagt Ihr die Butter schaumig und fluffig. Mixt den Puderzucker hinzu und rührt dann die geschmolzene Schokolade unter. Gebt das Frosting mit einem Löffel oder einem Pinsel auf den Kuchen und lasst ihn abermals abkühlen.

Bon Appétit!

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