Mein perfekter unperfekter Blaubeerkuchen

blaubeer_kuchen_3Endlich Wochenende! Obwohl, Moment mal: Ist ja schon wieder Sonntagnachmittag, damit ist das Wochenende schon fast wieder Geschichte.

Dabei habe ich mich diese Woche so sehr nach Samstag und Sonntag gesehnt. Ich weiß nicht warum, aber Montag bis Freitag haben vergleichsweise wahnsinnig gezerrt an mir. Früh aufstehen, kaum durchatmen. Nicht zu vergessen meine nächtlichen Albträume, die mir jede Nacht ein neues Horrorszenario an Hochzeiten aufzeigten. Keine sehr erholsamen Nächte, die mich schließlich Freitagabend kurz nach 21 Uhr schon auf dem Sofa in den Tiefschlaf wiegten. Während Sonja Kirchberger gerade einen neuen Tanz auf Let’s Dance Parkett legte.

Ach ja, da war ja was: Wir haben einen Tanzkurs begonnen, aber dazu in einem anderen Post mehr. Fakt ist: Ich brauchte dringend ein paar Erfolgserlebnisse und schöne, entspannende Momente. Also nichts wie rein in meine Küche, schließlich macht mich nichts nur annähernd so glücklich wie ein herrlich duftender und aussehender Kuchen. Kaum hatte ich die ersten Zutaten jedoch in meine Küchenmaschine gepackt, musste ich feststellen, dass es doch nicht so positiv war, die Schüssel vor drei Wochen auf dem noch heißen Herd zu lagern. Die eingebrannten Stellen machten das Einrasten der Schüssel auf dem Unterbau unmöglich. Die grandiose Sicherheitstechnik von Philips verweigerte mir also das Starten. Wie unmöglich! Aber selbst für wütende Ausraster war ich einfach zu müde und fertig und msuste lediglich mit aufkommenden Tränen kämpfen. Macht nicht, wofür hat Frau Kraft in den Armen und einen Handmixer. Ging halbwegs. Nach dem Backen war ich dann aber so ungeduldig, da wir längst ins Kino wollten, dass ich den Kuchen zu früh stürzte. Keine gute Idee, die Hälfte klebte schlussendlich noch in der Form und musste per Hand auf den Kuchen gekittet werden. Schön geht definitiv anders. Ich schrieb meinen Kuchenpost für dieses Wochenende bereits ab. Kaputte Schüssel (die ich mir sofort nachbestellte bei Philips, obwohl dafür eigentlich grad kein Geld vorhanden ist), ein kaputter Kuchen. Dazu noch dreckige Brautschuhe (merke: Satinschuhe erst dann einlaufen, wenn man bereits eingetanzt und vor Tritten sicher ist). Schlimmer geht immer, nicht?

Doch einen Mai Tai später –unser Ausklingen des Kinoabends – zauberte ich um Mitternacht noch flugs eine riesige Portion Frosting und lernte meinen Blaubeerkuchen schlussendlich doch lieben. Das Leben ist nun einmal nicht perfekt – schon gar nicht, wenn man den Namen Kunter trägt – warum sollte dann jeder Kuchen perfekt sein? Deshalb trete ich dafür ein, auch auf unseren Blogs einmal etwas daneben gegangene Kuchen zu zeigen. Meiner hält sich doch eigentlich ganz wacker, oder was meint Ihr? Und schmecken tut er allemal!

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Zutaten:

Für den Kuchen
350g ungesalzene Butter, Raumtemperatur
350g Zucker
6 Eier
Vanilleextrakt
450g Mehl
1 Päckchen Backpulver
280g Schmand
250g frische Blaubeeren, plus welche zum Dekorieren

Für das Frosting
300g Puderzucker
50g ungesalzene Butter
125g Frischkäse, Doppelrahmstufe

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Zubereitung:

Zuerst gebt Ihr Butter und Zucker in die Küchenmaschine oder eine große Schüssel und mixt es fluffig. Fügt nach und nach die Eier hinzu und mixt alles gut weiter. Denkt auch daran, Rückstände am Schüsselrand wieder mit in die Masse zu geben. Gebt nun das Vanilleextrakt, das Mehl und das Backpulver hinzu und mixt weiter. Nun fügt Ihr noch den Schmand hinzu und mischt die Masse solange, bis alles gut miteinander vermengt ist und Ihr eine leichte und fluffige Masse erzeugt habt.

Hebt die Blaubeeren mit einem Löffel vorsichtig unter.

Nun gebt Ihr den Teig in eine zuvor gefettete und gemehlte Backform (am besten eine Guglhupfform) und streicht ihn mit einem Messer ebenmäßig. Backt den Kuchen bei 170°C etwa 40 Minuten lang – die Stäbchenprobe nicht vergessen! Lasst den Kuchen danach kurz abkühlen, bevor ihr in stürzt und komplett auskühen lasst.

Wenn der Kuchen kalt ist, könnt Ihr das Frosting zubereiten. Schlagt dafür den Puderzucker mit der Butter zusammen mit einem Miser zu einem cremigen Masse. Fügt dann den Frischkäse hinzu und mixt alles solange, bis die Masse gut miteinander verbunden ist. Das Frosting muss luftig sein, darf aber nicht zu lange geschlagen werden. Das Frosting streicht Ihr nunüber den Kuchen, vergesst dabei nicht die Innenseiten, und dekoriert ihn mit den verbleibenden Blaubeeren. Wenn Ihr mögt, könnt Ihr am Schluss noch etwas Puderzucker darüber streuen. Bei mir war er leider schon alle, da ich zu viel Frosting vorbereitet habe.

Bon Appétit!

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One Comment Add yours

  1. Oh nein, dann ist die Schüssel also doch hin? 😦 Dafür klingt dein “Chaos-Kuchen” total köstlich! 😘

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