Variation vom Kalten Hund

kalter_hund_3Heute kommt mal wieder ein Schwank aus meiner Kindheit. Es gibt unendlich viele Geschichten über meine Lieblingsleckereien, die ich zwischen 4 und 18 Jahren für mein Leben gern aß. Schwarzwälder Kirschtorte, Dresdner Eierschecke, Geleekuchen. Okay, zu so ziemlich jedem Kuchen, der auch nur im Entferntesten Obst, Sahne, Quark oder Schokolade beinhaltete, konnte ich schlecht nein sagen.

Kalter Hund gehörte jedoch nicht wirklich dazu. Ich weiß nicht warum. Vielleicht, weil es ihn so selten gab, dass er sich in meinen Erinnerungen nicht einmisten konnte. Aber ich weiß noch genau, als ich schon in Hamburg wohnte und meine Eltern zu meinem Geburtstag besuchte (der erste Geburtstag, an dem ich nicht allein zu ihnen fuhr). Mein Onkel brachte ihn mit: Kalten Hund. Kekse ummantelt von Schokolade und Kakao. Eine grandiose Erfindung, Kuchen ohne Backen. Einfach kinderleicht. Ich probierte ein kleines Stück und fühlte mich zurückversetzt in meine Kindheit. Unbeschwert, sorgenlos, und wahnsinnig lecker.

Vor ein paar Wochen entsann ich mich plötzlich dieser Erinnerung, als ich ein ähnliches Rezept entdeckte. Und wusste: Das musst Du machen! Dieser hier ist allerdings ein wenig anders. Ich verwendete Löffelbiscuits statt Butterkekse (ein Wink, mal wieder Tiramisu zu machen), veredlete alles mit getrockneten Cranberries, die ehrlich gesagt noch aus der Weihnachtsbäckerei stammen und weg mussten. Resteverwertung geht super beim Backen, kann ich Euch sagen! Und meine Schokosauce besteht aus Kakao, Butter und Ahornsirup. Ein wahres Gedicht, dass Ihr Euch nicht entgehen lassen solltet!

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Zutaten:

700g – 800g Löffelbiscuits
400g Butter
100g Kakao
200ml Ahornsirup
Zubereitung:

Zunächst zerbröselt Ihr die Kekse so gut es geht. Ich habe dazu ein Nudelholz zuhilfe genommen, musste aber am Ende die ganze Küche saugen vor lauter Kekskrümel. Ist ein wenig Arbeit, lohnt sich aber!

Gebt Butter, Kakao und Ahornsirup in einen kleinen Topf und erhitzt es solange, bis alles geschmolzen und miteinander verbunden ist. Rührt ab und zu um.

Dann vermischt Ihr die Cranberries mit den Keksen in einer großen Schüssel (ich musste zwei nehmen, weil die Keksmenge doch größer war als gedacht). Gießt die Sauce darüber und vermengt alles gut miteinander. Ich habe nicht alle Kekse verwendet, weil ich Angst hatte, es würde zu trocken werden. Hier könnt Ihr frei entscheiden.

Fettet nun eine viereckige Backform oder eine Auflaufform ein und legt sie mit Backpapier aus. Mit der Butter drunter haftet das Papier besser (ein Tipp meiner lieben Freundin Judith). Gebt die Masse in die Form und drückt sie fest an, mit einem Löffel oder Ähnlichem. Am Schluss legt Ihr noch Backpapier on top und beschwert es mit einem großen Gefäß oder etwas anderem Schweren. Nachdem alles gut ausgekühlt ist, stellt Ihr die Form in den Kühlschrank und lasst alles am besten über Nacht durchkühlen.

Am nächsten Tag könnt Ihr den Kuchen anschneiden und servieren.

Bon Appétit!

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