Zimttannenbäume

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Kurz bevor der Nikolaus in tiefster Nacht zu uns stiefelt und uns vielleicht eine Kleinigkeit in unseren gerade geputzten Stiefeln hinterlässt (jep, ich putze meine Schuhe meist immer noch am Nikolaus-Vorabend), komme ich nach fünf aufregenden, aufreibenden und anstrengenden Tagen langsam zu Ruhe. Und freue mich nach wie vor auf diesen besonderen Tag im Jahr. Einer meiner Lieblingsfeiertage, wenn nicht sogar der liebste überhaupt.

Es ist doch herrlich, die Nacht vorher neugierig darüber nachzudenken, was sich wohl in meinen Stiefeln verstecken wird. Ja, auch als Erwachsene finde ich so etwas irre spannend. In meinem Stiefel wird auf jeden Fall ein Paket meines elterlichen Nikolauses auf mich warten, das mit dem Postexpress bereits diese Woche bei mir eintrudelte. Ich konnte mich kaum zusammenreißen, es nicht längst zu öffnen.

Ganz wie es mein Organisationswahn mag, sind bereits 95% meiner Weihnachtsgeschenke eingekauft und warten nur noch darauf, liebevoll verpackt zu werden. Also kann ich mich voll und ganz den kulinarischen Dinge widmen. Frisch aus der Wanne nach einem entspannten Wellnessnachmittag ganz allein in meinen Vier Wänden habe ich eben noch das letzte Stück Stollen genüsslich verkostet. Echter Dresdner Stollen übrigens, anderer kommt mir nicht in den Mund, komme was wolle. Und nun, während endlich ein Räuchermännchen zeigen darf, was er kann, kann ich meine persönliche Adventsherausforderung weiter angehen: das nächste Plätzchenrezept wartet darauf, von mir zubereitet zu werden. Ich habe mir dieses Jahr vorgenommen, altbekannte Klassiker neu aufleben zu lassen. Bei Zimtsternen zum Beispiel bin ich mir gar nicht mal sicher, wann ich sie das letzte Mal gegessen habe. Vor 10 Jahren vielleicht? Höchste Zeit, ihnen einen Platz auf meinem Blech, in meiner Keksdose und in meinem Bauch anzubieten. Mangels einer Sternen-Ausstechform sind aus ihnen übrigens kleine Tannnbäume geworden. Welches Aroma wenn nicht Zimt steht bitte für Weihnachten? Obwohl ich den Duft das ganze Jahr über mag, liebe ich seine Intensität doch besonders jetzt zur Adventszeit. Werden doch sofort Erinnerungen an herrliche Adventswochen wach mit Plätzchen backen, Weihnachtsmenüs vorbereiten und ganz viel Naschen.

Das beste Mittel für mich, die kleine Adventsmelancholie zu bekämpfen. Denn irgendwie umgibt mich jedes Jahr zu dieser Jahreszeit ein wenig Schwermut. Gedanken an liebe Menschen, die es nicht leicht hatten in diesem Jahr und denen ich nichts sehnlicher wünschen, als wieder mehr Glück auf ihrem Weg. Gedanken an liebe Menschen, die ich dieses Jahr viel zu selten gesehen habe und für die ich mir einmal mehr vornehme, sie im kommenden Jahr häufiger zu besuchen. Gedanken an liebe Menschen, die nicht mehr unter uns sind und mit denen Weihnachten stets wundervoll war. Kurz: der bekannte Weihnachtsweltschmerz, von dem der ein oder andere von Euch sicher schon einmal befallen war.

Aber nun muss ich mich erst mal mit Zimttannenbäumen und Weihnachtsmusik auf den Nikolaus vorbereiten. Habt einen tollen Nikolaustag – im Kreis lieber Menschen!

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Zutaten:

3 Eiweiß
250 g Puderzucker
1 Pck. Vanillezucker
3 Tropfen Rum-Aroma nach Belieben
1 gestr. TL gemahlener Zimt
etwa 400 g gemahlene Mandeln
Puderzucker zum Ausrollen

Zubereitung:

Zuerst schlagt Ihr das Eiweiß in einer Rührschüssel mit einem Mixer oder einer Küchenmaschine auf höchster Stufe sehr steif. Siebt den Puderzucker und rührt in nach und nach unter. Zum Bestreichen der Sterne nehmt Ihr 2 gut gehäufte Esslöffel Eischnee ab. Rührt den Vanillin-Zucker, das Rum-Aroma, den Zimt und die Hälfte der Mandeln vorsichtig auf niedrigster Stufe unter den übrigen Eischnee. Vom Rest der Mandeln knetet Ihr so viel unter, dass der Teig kaum noch klebt.

Bestreut Eure Arbeitsfläche mit Puderzucker und rollt den Teig etwa 1 cm dick aus. Stecht Sterne oder Tannenbäume oder jegliche Form Eurer Wahl aus.

Legt die Tannebäume auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech und bestreicht sie mit dem zurückgelassenen Eischnee. Backt die Zimtbäume für 25 Minuten bei 140°C.

Das Gebäck muss sich beim Herausnehmen auf der Unterseite noch etwas weich anfühlen. Zieht nun noch die Zimtbäume mit dem Backpapier vom Backblech und lasst sie auskühlen.

Bon Appétit!


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