Johannisbeer-Streuselkuchen mit Walnussstreuseln

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Vielleicht habe ich schon einmal davon erzählt, aber mit Streuseln verbindet mich seit jüngster Kindheit eine tiefe Freundschaft und Verbundenheit.

Oma ließ uns immer mitbacken bei ihren tollen Kuchenkreationen. Und stand Streuselkuchen auf dem Speiseplan – bei der herrlichen Beerenernte war das praktisch den ganzen Sommer über der Fall – durften wir immer naschen. Naschen durften wir so oder so aber bei Streuselkuchen nahm Oma extra für jeden Enkel eine Portion Streuselteig beiseite. Der Teig musste schließlich einer gründlichen Qualitätsprüfung unterzogen werden und wer könnte das besser als ihre Enkel? Eigentlich war das der eigentliche Höhepunkt des Streuselkuchens, denn seien wir mal ehrlich: Gebackenes Obst schmeckt doch erst so richtig lecker dank richtig buttriger Streusel, oder? Und natürlich mit einer großen Portion Schlagsahne.

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Mein Streuselkuchen, den ich letztes Wochenende gebacken habe, verzichtet auf Butter und Streusel im herkömmlichen Sinne. Dafür kleiden ihn Walnüsse und Rohrzucker ganz adrett in meinen Augen. Mehl findet Ihr in ihm übrigens auch nicht, sodass er sich auch für Glutenunverträgliche hervorragend eignet. Stattdessen bilden Haferflocken sein Fundament und werden durch die Säure der Johannisbeeren samt deren Saft aufgelockert. Ein klassischer quietschsüßer Kuchen ist er nicht, dabei aber lockerflockig leicht und fruchtig. Und ein Beweis dafür, dass ein Stück Kuchen keine Sünde auf der Waage sein muss, sondern gesund und lecker zugleich ist. Mit einer Portion Schlagsahne schmeckt er mir aber doch am besten – so weit geht meine Vorliebe für gesunder Küche dann doch nicht.

Danke, Clara für dieses tolle Thema bei der Augustausgabe von #Ichbacksmir.

Zutaten:

1 Ei
8 EL Apfelmus
360ml Milch
2 EL Öl
2 Handvoll rote Johannisbeeren
1 Packung Vanilleextrakt
240g Haferflocken
1 TL Backpulver
1 TL Zimt
¼ TL Salz
Topping:
2 EL Rohrzucker
2 EL gehackte Walnüsse

Zubereitung:

Zunächst erledigt Ihr die Fizzelarbeit: Entfernt die Johannisbeeren vom Zweig und ihrem grünen Stiel und wascht sie gut ab. Das kann schon mal 15 Minuten beanspruchen, aber mit guter Musik geht mir dieser Schritt recht locker von der Hand.

Gebt dann das Ei, den Apfelmusm die Milch, das Öl und das Vanilleextrakt in eine Schüssel und rührt alles gut um. Hebt die Johannisbeeren vorsichtig unter.

Nun vermischt Ihr in einer weiteren Schüssel die trockenen Zutaten: Haferflocken, Backpulver, Zimt und Salz. Fügt dann die flüssigen Zutaten hinzu und vermengt alles abermals gut miteinander.

Gebt die Masse in eine zuvor gefettete Springform oder eine gefettete Auflaufform und backt den Kuchen für etwa 25 Minuten bei 175 Grad Celsius Umluft.

In der Zwischenzeit hackt Ihr die Walnüsse und vermischt sie so gut es geht mit dem Rohrzucker. Bei mir haben sie die beiden Komponenten nicht wirklich gut miteinander mischen lassen, da ich meine Walnussstücke lieber größer mag. Hat der Sache aber keinen Abbruch getan. Streut das Topping nach der Backzeit über den Kuchen und backt ihn nochmals für rund 20 Minuten.

Dann lasst Ihr den Kuchen mindestens 30 Minuten abkühlen und könnt ihn dann genießen – vielleicht mit einem Klecks Schlagsahne so wie ich.

Bon Appétit!

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2 Comments Add yours

  1. Mhh Walnussstreusel klingt ja auch super lecker und ist mal etwas anderes!
    Toll, dass du dabei bist!
    Liebste Grüße, Claretti

    1. Vielen Dank für deinen lieben Kommentar! Freut mich, dass dir das Rezept gefällt, ist auch echt lecker. 😁😜

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