You’ve failed…wenn Kochen und Backen im Chaos endet

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Food Failure
Meine Küche besteht aus einem großen, lichtdurchfluteten Raum, Kräuter auf der Fensterbank, einem großen Holztisch in der Mitte und mich mit einem breiten Lächeln und tiefenentspannt am Herd.

Denkste. In Wahrheit verzweifele ich in meinen gefühlten 7 Quadratmetern mindestens einmal die Woche, wenn meine Mehltüte aufreißt, Gemüse über den Boden kullert oder das Nudelwasser hemmungslos überkocht.

Grund genug, meine liebsten Fehler für Euch einmal zusammenzufassen. Als mich nämlich eine Freundin darauf aufmerksam machte, besann ich mich auf alle jene Momente, in denen so gar nichts klappen möchte und man sich ganz weit weg wünscht. So selten passiert das gar nicht, obwohl es in der Blogwelt manchmal so scheint, als würden wir in unseren adretten Schürzen in der Schüssel rühren und freudestrahlend in den Ofen schauen. Wenn Ihr Euch also auch desöfteren die Haare rauft und Ihr diese Momente in Zukunft leicht verringern wollt, habe ich hier ein paar Anregungen für Euch:

  1. Man vergisst Sachen im Supermarkt oder liest die Zutatenliste nicht aufmerksam genug.

Ein richtiger Klassiker. Wenn ich freitags von der Arbeit komme und mich mein Freund sofort, nachdem ich die Türschwelle überschritten haben, dazu drängt, zum Supermarkt zu gehen, kann ich meist nur kurz noch das Backbuch zücken. Schnell die Zutaten überfliegen und gedanklich abhaken, was man schon vorrätig hat. Und am nächsten Morgen merke ich plötzlich, dass ich an Buttermilch so gar nicht gedacht habe. Für einen Kokos-Buttermilchkuchen macht sich das nur weniger gut. Also stiefele ich noch einmal los zum überfüllten Supermarkt, schnappe mir die Buttermilch und eile im Stechschritt zurück. In meiner Küche angekommen, muss ich erst mal durchatmen und meinen Puls beruhigen. Vorbei die entspannte Backstimmung. Das nächste Mal also besser in Ruhe am Vorabend ein Rezept aufschreiben, damit auch ja nichts vergessen wurde.

  1. Ich übersehe Zutaten im Rezept und vergesse sie hinzuzugeben.

Dieser Punkt kommt dem ersten sehr nah, ist aber doch ein klein wenig anders. Denn es reicht nicht aus, die passenden Ingredienzien im Supermarkt zu kaufen, man muss sie auch verwenden. Mir passiert es oft, dass ich zum Beispiel das Eiweiß nicht unter den Teig rühre, zuletzt zum Beispiel beim Chocolate Cookie Dough Cheesecake. Dann hatte ich den Teig in der Springform und blickte plötzlich auf den Eischnee in meinem Messbecher. Oh, der sollte doch eigentlich unter den Teig gegeben werden, um ihn aufzulockern! In solchen Fällen heißt es improvisieren und sich überraschen lassen. Meine glückte zum Schluss, aber ganz sicher war ich mir nicht. Schlimmer wird es, wenn man beispielsweise das Backpulver vergisst und sich dann wundert, wenn der Kuchen so flach wird

  1. Den Backofen unbeobachtet links liegen lassen, während man es sich auf der Couch gemütlich macht.

Endlich ist der Kuchen im Ofen. Schnell wasche ich noch sämtliche Utensilien ab, räume Küchenmaschine und Helfer zurück in den Schrank und möchte dann etwas auf der Couch entspannen oder schon den nächsten Blogpost vorbereiten. Plötzlich sehe ein neues Beautyvideo einer meiner englischen Vloggerinnen und sehe es mir fasziniert an. Plötzlich klingelt mein Kurzzeitwecker und rüttelt mich aus meinem Youtube-Traum wach. Kaum öffne ich die Ofentür, blickt mich ein trauriger spätbrauner Fladen an. Schön knusprig ist er geworden statt soft und fluffig. Ich habe es doch gewusst. Mein Ofen bäckt doch erfahrungsgemäß viel schneller als im Rezept angegeben. Warum hatte ich das nur verdrängt? Es lehrt mich mal wieder, dass meinen Wecker immer schon 10 Minuten früher stellen sollte, um dann kontinuierlich nach dem Rechten zu sehen. Bewahrt mich vor knusprigen Röstaromen.

  1. Den Hinweis „Kuchen komplett durchkühlen“ lassen gepflegt ignorieren, nur um sich dann zu wundern, warum das Prachtstück beim Anschnitt ausläuft.

Dieser Fehler hat in meinem Fall sowohl etwas mit Zeitnot als auch mit Ungeduld und Neugier auf die geschmacklichen Feinheiten eines Kuchens zutun. Zuletzte erlebte ich dies vor ein paar Wochen, als ich mit meiner Freundin abends den Cookie Dough Chocolate Cheesecake gebacken habe. Wir hatten uns für Mittwochabend verabredet und wie immer wollte sie die Hälfte des Kuchens nach Hause nehmen. Steht ihr auch vollkommen zu, geteilte Arbeit ist auch geteilter Kuchen. Nur leider habe ich mal wieder völlig ignoriert, wie sensibel ein gebackener Cheesecake ist. Er möchte gern erst ein paar Stunden duchkühlen, am liebsten im Kühlschrank über Nacht. So viel Zeit hatten wir natürlich nicht mehr, sodass ich ihn trotzdem anschnitt. Und dann feststellte, wie ich zwei sehr breiartige Stücke meiner Freundin einpackte. Den Rest habe ich dann doch schnell in den Kühlschrank gestellt. Merke: Auch die Kühlzeit sollte in die Zeitplanung einfließen. Wenn man den Kuchen sofort genießen möchte, sollte man lieber einen Rührkuchen oder Muffins backen.

Das waren jetzt nur drei von vielen weiteren missglückten Erlebnissen in meiner heiligen Küchenhalle. Ich werde in Zukunft meine Fehler mal genauer beobachten und sie hier in einem separaten Beitrag würdigen. Geteiltes Leid ist schließlich halbes Leid. Habt Ihr vielleicht ähnlich Erlebnisse und Fehler durchlitten und möchtet sie kundtun? Immer her damit.

Food Failure

 

You’ve failed…when cooking and baking ends up in chaos

My kitchen consists of a big light-flooded room, herbs on my window bench, a big wood table in the middle and me with a big smile relaxing at the stove.

Just on my mind. In reality I become desperate in my tiny little kitchen at least once a week, when my floor package gets broken, my vegetables fall on the ground and my pasta water boils over.

Enough reasons for me to summarize my personal faults in my kitchen for you. When a friend of mine mentioned that topic to me, all those moments when I wish I would be elsewhere than standing in my kitchen came suddenly to my mind. That happens quite often although it seems in the blogger world that we all are standing smiling at our oven, wearing a pretty skirt and stirring in a bright bowl. If you sometimes become as desperate as me while cooking and baking, I have some advices for you:

  1. You forget items in the supermarket or don’t read the ingredient list carefully enough. Man vergisst Sachen im Supermarkt oder liest die Zutatenliste nicht aufmerksam genug.

A classical experience. When I get home on a Friday after work, my boyfriend wants to go to the supermarket like immediately, so I just have a second to look in my recipe book. I just can scan the ingredients. On the next morning I suddenly realize I didn’t buy the buttermilk which is the main ingredient of my planned cake. So I have to run to the supermarket again. Not the perfect way to start a relaxing baking day. Next time I have to write my ingredient list down the evening before we go shopping.

  1. I oversee ingredients in my recipe and forgot adding them to the meal or cake.

It doesn’t suffice to buy the correct ingredients, you have to use them as well. It happens a lot, that I forget to stir in the beaten egg whites in the dough for example when I made my Cookie Dough Chocolate Cheesecake. The dough was already in the baking tray and the beaten egg whites still in the other bowl. Ups, it should be added to the dough to make it fluffier. In such moments you have to improvise and see where it takes you. Fortunately I was lucky and my cake got amazing, it would be worse when you forget the baking powder and wonder why the cake is so flat.

  1. Letting the oven without observing what’s inside while you’re lying on the couch relaxing.

Finally the cake is in the oven. I clean all tools I used, put the kitchen machine in the cupboard and want to relax a few minutes on my couch or even prepare the next blog post. Suddenly I see a new beauty video of one of my favorite British vloggers which I’m obsessed with and begin to watch it. Then my alarm clock is ringing and wakes me up of my Youtube dream. As soon as I open the oven a very dark brown flat cake is looking at me sadly. It became crispy instead of soft and fluffy. I knew it. My oven is baking faster, every time, than described in the recipe. Why did I ignore that obvious and well known fact? Conclusion: I have to set the alarm clock 10 minutes earlier, to observe the cake better.

  1. Ignoring the advice „Cool the cake completely“, just to wonder suddenly why the cake runs out when cutting it into slices.

It’s a bad decision to make a cheesecake when you want to eat cake on the same evening. A real cheesecake takes a few hours to cool and set correctly. It’s like when I made the Cookie Dough Chocolate Cheesecake together with my friend. I wanted to give her a few slices for takeaway. When two people make a cake both of them should eat them. But unfortunately the cheesecake just cooled for about 30 minutes, so it was way to smooth to be cut. Surprise: When I cut slices, the cake ran out which looked quite disappointing. I’m so sorry that she could only take two slices with her. Next time we will bake muffins or a cake that cools faster.

These are just a few of my bad experiences in my holy kitchen. I’m going to monitor my faults in the next couple of weeks and will share them in a separate post. Sharing is caring. Do you maybe have similar experiences you want to share? I would love to read them.

 

Food Failure

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2 Comments Add yours

  1. Romy says:

    Haha, das kenne ich! Ich versaue es meistens einfach nur indem ich denke “einfach mal probieren ob das damit auch klappt” – so wurde aus dem schokkuchen letztens eher ein verbrannter schokopudding 😀

    1. Oje, ja improvisieren beim Backen kann schnell in die Hose gehen

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