Novemberblues im Dezember

Novemberblues
Es ist Sonntag, ich sitze dick in meine Lieblingsdecke eingekuschelt auf meinem Sofa, draußen prescht der eisige Regen an meine Fensterscheiben. Ich bin allein, ganz allein, und frage mich, ob das hier der Anfang oder das Ende ist.

Nein, hier geht es nicht um den Weltuntergang, nicht um eine Wiedergeburt, nicht um Himmel und Hölle. Manchmal schläft man auch an einem Samstagabend nur schlecht ein, schaut aller 2 Stunden aufs Handy, halb sehnsüchtig nach Neuigkeiten, ob das Flugzeug gelandet ist, halb schlaftrunken und ohnmächtig. Dann steht man ein paar Stunden später schon wieder auf, realisiert, dass schon Sonntag ist und damit das Wochenende bald wieder vorbei. Macht dies und das und jenes, nichts Ganzes und nichts Halbes. Wünscht sich an einen helleren, sonnigeren und wärmeren Ort. Wo ausschließlich, in großem Maße und mit unglaublichem Engagement gelacht wird. Ein Ort, an dem nicht der gerade brodelnde Eintopf auf dem Herd die Wärmequelle der ganzen Wohnung ist.

Aber das Leben ist nun mal kein Wunschkonzert. Manchmal sind Wolken stärker als Sonne und wir nicht so stark, wie wir gern wären. Ich bin mir sicher, auch Pippi Langstrumpf hatte mitunter schwarze Momente, in denen sie nicht weiterwusste. In denen sie sich den halben Sonntag unter einer Decke verkrochen hat, Aschenbrödel rauf und runterschaute, sich mit heißem aromatisch duftenden Tee, Duftkerzen, Adventskalender, Stollen und Räuchermännchen über Wasser hielt. In strahlenden Urlaubsfotos Halt suchte. Schrieb, lies, ein kleines Tränchen verdrückte, nur um sich gleich wieder über sich zu ärgern. Wir alle wollen stark, selbstbewusst und lächelnd sein. Gute Laune und Kompetenz versprühen. Doch manchmal brauchen wir, brauche ich auch mal eine Pause davon. Möchte mich zurückziehen, niemanden sehen und Schokolade essen. Wobei Schokolade essen bei mir auch an guten Tagen nicht fehlen darf. Dann habe ich keine Lust auf überschwänglich positive Instagram Fotos und perfekte Inszenierungen, sondern kann nicht aufhören, den Regen da draußen anzustarren.

Das alles lässt sich nur aushalten und bis zu einem gewissen Grad auch genießen, wenn man weiß, dass diese Phase nur vorübergehend ist. Der Körper kann nicht immer nur geben, sondern nimmt sich von Zeit zu Zeit die Ruhe, die er benötigt. Und wenn dies bedeutet, dass man mit Tränchen an einem Sonntagnachmittag mit Buch, Schokolade, Fernseher, Räuc7hermännchen und Stollen auf der Couch sitzt, sollte uns das nicht peinlich sein. Aufräumen, Sport machen und Freunde treffen geht auch morgen wieder. Heute möchte ich mich ein klein wenig suhlen und Kraft schöpfen.

Denn die ist mir in den letzten Wochen leider ein wenig abhanden gekommen mit all den Abschieden, Reisen und Neuanfängen. Neuer Job, neues Team, neues Umfeld, neue Software, neue Aufgaben. Die Liste könnte noch ewig weitergehen. Ich möchte gern alles sofort und über alle Maßen perfekt machen, was am Anfang leider nicht realisierbar scheint. Also übe ich mich in Geduld – und trinke Tee. Ich hoffe, Ihr verzeiht mir meine wenige Blog-Präsenz zur Zeit. Die nächsten Blogposts sind bereits in Arbeit. Nur noch ein Stück Schokolade…

 

Novemberblues in December

It’s Sunday, I’m laying on my couch wrapped in my favorite blanket. Outside it is raining all day long. I’m alone, really alone, and I’m asking myself if this is the beginning or ending of something.

No, this is not about the end of the world, not about reincarnation, not about hell and heaven. Sometimes you even can’t fall asleep on a Saturday evening, look on your cell phone every second hour, longing for news if the plane arrived, drowsy and aswoon. Then you get up a few hours later, realizing it is already Sunday and the weekend is almost over. Doing this and that, nothing really till its end. Wishing on a brighter, sunnier and warmer place. Where people are laughing all day long and nothing else. A place, where not the cooking soup on my burner is the heating source of our flat.

But you can’t always get what you want in live. Sometimes the clouds are stronger than the sun and we are not so strong like we wish we would. I’m sure, Pippi Longstocking had black, sad moments when she was at a loss. Moments when she was laying under a blanket half of the Sunday, seeing the fairy tale Cincerella ten times, drinking tea buoy up with perfumed candles, advent calendars and stollen. Looking at bright vacation photos. Writing, reading, shedding some tears just to get angry about it one moment later. We all want to be strong, confident and smiling. Spreading a good mood and competence. But sometimes we need, I need a break from that fast everyday life. Then I want to withdraw from it, don’t want to see anybody (who wants to see me if I’m crying all day?) and eat chocolate. Whereat I don’t want to miss chocolate on good days, too. Then I don’t feel like seeing all those positive photos on Instagram and perfect stagings, but can’t stop staring at the rain outside.

I just can withstand all that and enjoying that till a certain grade, knowing that this phase is just temporary. The body can’t always give, it has to take the rest from time to time that it needs. Even if that means we are sitting with tears in our eyes on a Sunday afternoon on our couch, with a book, the TV and stolen. That’s not embarrassing at all! Tidying up, doing sports and meeting friends can be done tomorrow. Today I want to draw strength from that.

Because that force kind of disappeared during the last weeks, after all that farewells, travels and new beginnings. New job, new team, new environment, new software, new tasks. This list could continue forever. I always try to be perfect from the first moment on, but that’s sometimes not possible at the beginning when you don’t know your colleagues, your software and your concrete tasks. So I’m trying to be patient right now – and drink some tea. I hope, you forgive me for my small blog presence right now. The next blog posts are already in progress. Just a tiny bit of chocolate before it…

Novemberblues

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One Comment Add yours

  1. das P von MuP says:

    Nicht traurig sein, wir sind doch alle bei dir und wenn nicht persönlich, dann in Gedanken.
    Und bald ist Weihnacht, der Baum steht schon im Keller und dann gibts doch die Geschenke.

    “Freude schöner Götterfunke” wird das Motto sein.

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