Den Mutigen gehört die Welt  

Mut
Am ersten Tag begrüßt man sie mit einem schüchternen „Hallo“ und einem verlegenen Lächeln. Nimmt schnell seinen Platz ein und fühlt sich doch etwas fehl am Platz. Bei jeder weiteren Frage in den nächsten Tagen übermannt einen das Gefühl, die Anderen mit „Wie“, „Wo“ und „Warum“ zu nerven.

Doch ist die erste Nervosität verflogen, erkennt man die ungemeine Herzlichkeit des Gegenübers. Die selbstlose Bereitschaft, jedes Insider-Wissen zu teilen. Das Editor-Programm auch zum zehnten Mal zu erklären, ohne mit der Wimper zu zucken. Die Kommunikation mit dem Kunden übernehmen und deeskalieren, nachdem man Fehler verzapft hat.

So entsteht nach anfänglicher Zaghaftigkeit mit der Zeit unendlich große Sympathie und spätestens nach dem ersten Tiefpunkt und wertvollen Ratschlägen zum Weiterkämpfen erste Bande von Freundschaft, die weit über das morgendliche „Hallo“ hinausgehen. Dann freut man sich schon morgens beim Aufstehen auf die Anderen. Wenn auch der Montag und manche Aufgaben noch so sehr nerven mögen: geteiltes Leid ist halbes Leid. Besonders bei einer Tasse Kaffee und einem Stück Kuchen. Dazu der Plausch über das vergangene Wochenende, spannende Erlebnisse, Reiseberichte, Tipps zu neuen Beautyprodukten oder den Austausch leckerer Rezepte.

Doch es kommt der Tag, da gelangt man langsam an eine Kreuzung. Während die Ampel auf Rot steht und man selbst den Blinker nach rechts setzt, merkt man plötzlich, dass sich die Wege trennen werden. Während der eine weiter geradaus fährt, biegt man selbst ab. Auf in unbekannte Gefilde, zu neuen Abenteuern und Herausforderungen. Während die Ampel auf Gelb wechselt, realisiert man, dass der Abschied gekommen ist. Man „Tschüss“ sagen muss, bevor der Verkehr einen weiterzieht. Aber es ist ein Abschied auf Zeit. Immerhin weiß keiner von uns, wohin der eigene Weg einen treibt, was nach der nächsten Kurve kommt. Vielleicht führt ihr Weg irgendwann wieder auf den unsrigen? Treffen wir uns auf einen neuen Plausch, sehen uns wieder? Und genau diese Hoffnung ist es, die uns weiterträgt auf unserem Weg. Der uns Mut gibt, neue Wege einzuschlagen und weiterzukämpfen. Den Mutigen gehört schließlich die Welt. Zwischen Mut und Übermut zu unterschieden, das allerdings obliegt jedem von uns selbst.

 

Mut


The world is yours for the taking

On the first day you say shyly “Hello” to them, smiling embarrassed. You sit down quickly, but feel out of place. After each question you ask them in the next days, you feel like you get on their nerves with all the “How” and “Where” and “Why”. But as soon as the first nervousness has gone, you recognize the amazingly cordiality of your counterpart. The generous willingness of sharing every knowledge. The joy to explain the editor program for the tenth time not to bat an eyelash. The joy to communicate with the client and to deescalate after you’ve made a mistake.

That’s how a tremendous sympathy is going to develop after the diffidence of the beginning, and after the first bottom and good advices even some the little plant called friendship is growing which means way more than just saying “Good morning”. Then you are already excited after getting up seeing them each day.  Even if Monday and some tasks may bugs you: a problem shard is a problem halved. Especially with a cup of coffee and a slice of cake. To it the chat about the last weekend, exciting experiences, travel journeys, tips about the latest beauty products and the exchange of delicious recipes.

But the day will come when you reach a crossroad. While the traffic light says red and you indicate on right, you notice that your ways will suddenly separate. While the one person moves straightforward, you are turning. Towards unknown realms, new adventures and challenges. While the traffic light is turning yellow, you realize that the farewell has come. You have to say “Good bye” before the traffic will pushyou along. But it is only a temporary farewell. After all no one knows where the own path will drift you, what will come after the next turn. Maybe their way will cross ours some day? Then we’ll meet and for a chat, see us again? It’s this hope that continues to carry us on our way. That reassures us to search for new ways and move on with fighting. The world is yours for the taking. To distinguish between bravery and mischief, is the choice of everyone’s own.

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