On-Off-Line Beziehungen

Online Offline Relationships
Zunächst eine große Entschuldigung, dass ich diese Woche so selten bis nie hier etwas von mir hören lasse. Manchmal braucht mich die Offline-Welt so sehr, dass ich mich nicht mit der Hingabe um meinen Blog kümmern kann, die ich für mich persönlich voraussetze, um hier etwas zu schreiben und mit gutem Gewissen zu veröffentlichen.

Habe ich in den letzten Wochen noch staunend vor meinem Laptop gesessen und mich gefragt, wie ich die Bälle noch am Jonglieren halte – Job, Freunde, Familie, Küche, Backofen, Kamera, Blog und nicht zu vergessen mein eigenes Privatleben – ist diese Woche wohl der Moment gekommen, in dem ich realisieren muss, dass manchmal eben weniger einfach mehr ist.

Zwischen all dem Instagrammen, Twittern, Facebooken, Pinnen, E-Mailen und Bloggen vergessen wir häufig unser echtes, reales Leben. Das Leben, das sich außerhalb des World Wide Web abspielt. Jenes in Eurer Wohnung am Küchentisch, jenes im Café nebenan, im Büro oder bei Freunden auf der Couch. Jede feie Minute hängen wir an unserem PC, unserem Smartphone oder vor unserem Tablet, stets in der Angst, die neueste Neuigkeit zu verpassen. Ich weiß, wovon ich spreche: Ich gehöre zu diesen Menschen! Und verpassen dadurch vielleicht gerade den Moment, in dem unser Gegenüber in der U-Bahn (ja, irgendwie verbringe ich wohl zu vie Zeit in öffentlichen Verkehrsmitteln) etwas Witziges erzählt, uns von neuen Plänen vorschwärmt oder dass unsere beste Freundin großen Kummer hat und dringend unsere Hilfe benötigt. Das wird uns spätestens dann bewusst, wenn wir uns genau in dieser Lage befinden, Menschen um Rat fragen, diese aber unsere Fragen überhören. „Ich muss nur mal eben mein Essen instagrammen“, hören wir dann. Natürlich, das perfekt inszenierte Bild, das möglichst viele Ohs und Ahs, aber noch mehr Likes hervorrufen soll, ist selbstverständlich wichtiger als unsere Gemütslage.

Keine Frage: Auch ich liebe Social Media und könnte nicht mehr ohne leben. Tagtäglich lasse ich mich nur zu gern von hübschen Bildern, Posts und Kommentaren inspirieren und für einen kurzen Moment in eine herrliche Traumwelt entführen. Aber dafür reale Kontakte riskieren, sie gar vergraulen? So weit möchte ich es nicht kommen lassen! Das halte ich mir von Zeit zu Zeit vor Augen.

Und so nehme ich mir diese Woche bewusst Zeit, mal etwas weniger auf Blogs zu verweilen und einer lieben Freundin, die mir sehr am Herzen liegt, unter die Arme zu greifen. Das ist am Ende noch erfüllender als 50 Likes auf mein nächstes Foto. Weil reale Freundschaft schließlich doch mehr ans Herz geht als rein virtuelle Bekanntschaften. Und ich merke, wie befreiend selbst ein einziger Abend ohne Facebook für mich ist – befreiend, um zur Ruhe zu kommen.

Also versucht zwischendurch das Handy auch mal in den Flugmodus zu stellen und Euch echte Zeit für Eure Freunde zu nehmen. Und wenn es phyisisch nicht geht, kann gern auf technische Errungenschaften zurückgegriffen werden. Verteufeln möchte ich sie nämlich keineswegs, sondern weiß sie sehr wohl zu schätzen. Aber ein echtes Telefonat (von echten Treffen mal ganz abgesehen. Die sind bei mir meist nicht möglich) mit Kichern, Freuen und Weinen machte mich heute zumindest weitaus glücklicher als jede Private Message auf Facebook. So richtig mit durcheinander quatschen, sich nicht ausreden lassen, weil man sich so viel mitzuteilen hat, nur um nach einer kurze Schweigesekunde wieder im selben Moment weiterzuquasseln. Mit technischen Störungen, verschluckten Endungen, endlosen Fragen und viel Wärme durch die Stimme. Eine Wärme, die virtuelle Technik im Web 2.0 nur durch Smileys halbwegs kompensieren, aber niemals vollständig ersetzen werden kann. So, und ich jetzt lese ich mal wieder ein haptisches Buch. So eins ganz ohne Display. Ob ich daraus wohl ein gutes Instagram-Foto machen kann? Nein, warte: Scherz! 🙂

 

On-Off-Line Relationships

At first I would like to say sorry that I’m so rarely on my blog this week. There are days when the offline world out there needs me so intensely that I can’t care about my blog as much as I want and as I have to in my opinion to write and publish blog posts.

During the last weeks I sat in front of my laptop and was amazed about how good I can juggle with all my duties and hobbies: my job, my friends, my family, my kitchen, my camera, my oven, my blog and last, but not least, my own private life. This week the moment finally came when I realized less is sometimes more.

Apart from all the Instagram, Twitter, Facebook, pinning, mailing blogging we often forget about our real life. That life that takes place outside the World Wide Web. That one in your flat at the kitchen table, that one in the café next door, in the office or on the couch of your best friend. Almost every single minute we sit in front of our computers, our smartphones or our tablets just because we are afraid of missing the latest news. I know what I’m talking about: I belong to that group of people! But at the same time we might miss the moment when the person sitting next to us is telling a really funny story, is dreaming about her or his newest plans, or when our best friend weeps on our shoulder and urgently needs our help. We are going to be aware of that feeling not unitl we are in this specific position ourselves. When we ask someone for his advice, but he or she doesn’t hear our questions. “I just have to post my meal on Instagram before we can talk”, we hear from them. Exactly, the perfect image shot to get tons of Ohs and Ahs and especially tons of likes, is way more important than our feelings.

I love social media and couldn’t live without it – that’s beyond all question. Every day I like to be inspired by pretty pictures, thoughtful posts and comments and to escape my everyday life for a second. But risking real contacts, even scaring them off? I don’t want to be like that! And from time to time I show me that quite plainly.

That’s why I take consciously the time to consume a little less blogs and to help a very fantastic friend of mine. That’s way more fulfilling than 50 likes on my next photo ever could be. Because real relationships grieve deeply, more than strictly virtual ones.

So just try to switch your mobile phone in flight modus from time to time and take the time for your offline friends. And if it’s physical impossible, you can rely on our technical achievements. I don’t want to demonize them, no, I do cherish them. But a phone talk with hearing the real voice of your friend (Apart from real life dates. They are often not possible for me.), with giggling, being excited and crying makes me happier than a private message on Facebook. You know the moments, when you talk at the same time, you don’t let each other finish speaking because you are so excited about sharing news. And after a second of not saying anything, both of you continues to speak in the same moment. A chat with technical disruptions and lots of warmth from the bottom of the heart, telling with the help of your voice. A warmth that the Internet cannot replace, just trys to complete with its smileys. Well, now I’m going to read a haptic book. A book made of paper, without any screen – you remember? If I can take a good photo of it and upload it on Instagram? I’m just kidding.  🙂

 

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