Reisetagebuch: von Miami über St. Augustin nach Disneyworld

Disneyworld Orlando
Gerade noch in New York, schon in Miami? Na ja, ganz so schnell ging es dann doch nicht, weil aus irgendeinem mir unerfindlichen Grund jegliche Flüge von und nach New York Verspätung hatten. La Guardia Airport schien das zu wissen und ließ die Gepäckabfertigung und Sicherheitskontrollen extra langsam abzuwickeln.

Gefunden haben wir unseren Weg nach Miami dann doch, nur ein Gepäckstück hatte sich wohl in den Kopf gesetzt, einen späteren Flug zu nehmen. Und die knapp 5 Kilometer vom Flughafen ins Hotel hat es in nur 4 Stunden geschafft. Bravo für diese Meisterleistung! Gerade noch pünktlich vor unserer Weiterreise konnten wir mit komplettem Gepäck unsere geführte Busrundreise durch Florida beginnen. Der erste Tag führte uns über das Kennedy Space Center nach Orlando. Ich bin mir nicht sicher, wie genau Ihr die Größenverhältnisse auf dem Foto sehen könnt, aber es war ein gigantisches Gefühl, unter einem so großen Space Shuttle zu stehen. In der Gewissheit, dass solche Dinge mit Menschen ins Weltall geflogen sind, bin ich mit konstanter Gänsehaut über das Gelände gewandert. Diese verflog jedoch wieder schnell bei der Hitze in Florida.

Kennedy Space Center Kennedy Space Center

Ein Wort zu Orlando: In unserer naiven Vorstellung meinten wir, in Orlando eine quirrlige Großstadt vorzufinden. Doch weit gefehlt: Als Walt Disney vor ein paar Jahrzehnten nach Orlando kam, fand er ein Dorf und ganz viel freies Land, das er und seine Nachfahren natürlich kauften und zu einem riesigen Areal mit 3 Themenparks, unzähligen Wasserparks und noch mehr Hotels ausbauten. Wer hätte gedacht, dass die einzige Innenstadt von Orlando Downtown Disney heißt und selbigem gehört. Man kann es sich kaum vorstellen, wenn man nicht selbst dagewesen ist. Der helle Wahnsinn und eine vollkommen andere Welt! Ich hatte mich gefühlt, als wenn ich in einem seiner Filme mitspielen würde – und es einfach nur geliebt!

Am nächsten Tag sollten wir Orlando nur abends im tollen Outletcenter erleben (Yeah: Die Kreditkarte durften sich über erhöhte Aktivität freuen). Ansonsten hieß unser Ziel des Tages St. Augustin, die älteste Stadt der USA, die durchgängig eine Siedlung war. Zwischen all den kleinen Häuschen, Kirchen, Marktplätzen und sandigen Wegen fühlte ich mich wie in einer Museums-Westernstadt, wobei sie schon sehr viel Charme versprühte. Überall kleine Läden mit Kunsthandwerk oder anderem „Schnickschnack“, dazu Wasser (okay, Wasser war im Wilden Westen wohl eher eine Ausnahme)– und sehr viel Sonne. Es hatte etwas von High Noon in einem Western: nirgends Schatten zu erblicken. Doch mit Glück erwischten wir einen Platz in einem der beliebtesten Restaurants der Stadt, obwohl wir zugegebenermaßen schon bessere Tortillas Espanolas gegessen haben. Aber egal, wir konnten uns bei erfrischenden Getränken (Refill ist eine großartige Sache und sollte unbedingt umgehend in Deutschland eingeführt werden) und Klimaanlage etwas abkühlen, was unser Motto für die gesamte Rundreise in Florida sein sollte. Und ja, wir empfanden das mehr als notwendig. 🙂

St. Augustin

Der kommende Tag war einer meiner Lieblingstage unseres Trips: Disneyworld! Natürlich muss man solch einen Park mögen, aber ich habe mich buchstäblich wie ein Kind im Schlaraffenland gefühlt, wie in einem richtigen Disney-Film! Überall waren glückliche, lachende Menschen (von den quengelnden Kindern in den zahlreichen Souvenirshops mal abgesehen), spaßige Fahrgeschäfte, authentische kleine Städtchen, Paraden rund um die Uhr. Es war wie in einem rosaroten Kindertraum! Ich bin wohl den ganzen Tag mit einem breiten Grinsen durch die brütende Hitze gelaufen und kam aus dem Staunen nicht mehr heraus: Fliegende Teppiche, eine Dschungel-Bootsfahrt mit fast echten Tieren, eine Western-Achterbahn, eine Space-Achterbahn im Dunkeln, Wildwasserbahn, Mad Tea Party… Die Liste könnte bedenkenlos noch ewig erweitert werden. Glücklicherweise hatte ich die Disney App geladen, sodass wir mit den Wartezeiten quasi keine Probleme hatten (ein schlauer Mann, dieser Walt :)). Ein wenig besseres Essen sollten sie abseits von Burger und vor Fett triefendem Taco Salat vielleicht schon anbieten, ansonsten kann man aber nicht viel Kritik anbringen. Wenn es sogar kostenlose Wasserspender gibt. Als kleine Europäerin kam ich mir allerdings unter den amerikanischen Touristen mit ihren erheblich ausladenderen Bauchumfängen sehr zierlich vor. 🙂  Wie es weitergeht? Erfahrt Ihr im nächsten Beitrag.

Splash Mountain Railroad

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