Découvrir New York Part 2

Hard Rock Cafe

Und, habt Ihr Euch bereits durch den ellenlangen Text von Teil 1 meines New York-Berichts gekämpft? Ich hoffe doch, Ihr habt ihn trotzdem genossen. Dann seid Ihr jetzt hoffentlich bereit für Part 2. Die verleibenden zweieinhalb Tage New York City werden nicht so ergiebig und lang – versprochen! 🙂 Immerhin haben wir uns nach den ersten anderthalb Tagen ein wenig zurückgenommen und sind stattdessen viel lieber durch die Straßen Manhattans gestreift, um ein Feeling für diese Metropole und ihre Bewohner zu bekommen.

Unseren zweiten Tag hatten wir dazu auserkoren, uns New Yorks Kulturstätten näher zu widmen. Denn laut Wetterbericht sollte es regnen, also perfekt für einen Museumsbesuch. Während wir allerdings die heiligen Hallen des MoMA durchstöberten, schien draußen die Sonne, als gäbe es kein Morgen. Ja, nicht immer ist auf den Wetterfrosch Verlass, vor allem, wenn es sich dabei um das Yahoo-Wetter auf meinem Iphone handelt. Mein Fazit des Museums of Modern Art: Die ständige Ausstellung ist auf jeden Fall sehens- und jeden Besuch wert. Matisse, Kandinsky, van Gogh, Andy Warhol, Frida Kahlo – allesamt wohlklingende Namen für Kunstinteressierte. Meine Kunstphase ist zwar schon zehn Jahre her, aber für ein paar ansehnliche Gemälde kann ich mich immer noch mehr als begeistern. Im Vergleich zum Louvre in Paris, meinem letzten größeren Kunstereignis, herrschte weniger Trubel. So hatten wir genügend Zeit und Raum, sich alles genau so lange anzuschauen, wie man selbst wollte, ohne von genervten Besuchern in der Menschentraube bereits weitergeschoben zu werden. Das Angebot an sich ist im Louvre natürlich größer, umfasst er doch viel mehr Epochen als das MoMA (klar: hätte ich mir beim Namen Modern Arts ja eigentlich auch denken können). Die Sonderausstellung von Gerhard Polke gefiel uns eher, sagen wir mal suboptimal. Seine künstlerische Handschrift trug relativ provozierende und große abstrakte Züge, was die im MoMA vorliegenden Exponate betrifft. Ich für meinen Teil bevorzuge Kunstwerke, die mehr enthalten als nur Striche und Quadrate oder deren Skulpturen ich schneller nachvollziehen kann. Kunst ist eben Geschmackssache und so viel sei gesagt: Im Gedächtnis geblieben ist mir Polkes Kunst ganz sicher, was für viele ja schon Anspruch genug ist an Kunst im Allgemeinen.

Shopping Times Square

Fifth Avenue

Der Nachmittag stand vollends im Zeichen des Shoppens, eine Kultur für sich. Meine genauen Fundstücke und Errungenschaften präsentiere ich Euch noch an geeigneter Stelle, so viel schon mal vorweg. Etwas Geduld bitte! 🙂 Generell lässt sich aber durchaus zusammenfassen, dass es sich hervorragend shoppen lässt in New York. Leider hatten wir keine Zeit nach Brooklyn zu fahren und die Läden in SoHo habe ich unglücklicherweise erst am letzten Abend nach Ladenschluss entdeckt. Aber entlang der Fifth Avenue gibt es (fast) alles, was das Herz begehrt.  Vor allem den größten H&M Laden, den ich je gesehen habe. Ja, ich weiß, eigentlich wollte ich nur in Läden gehen, die ich bei uns in Deutschland nicht antreffen kann, aber es ließ nicht vermeiden. Man läuft sowieso den ganzen Tag durch die Stadt mit der Gewissheit, dass beim derzeitigen Euro-Dollar-Umrechnungskurs für uns Deutsche alles günstiger ist. Ein gutes Argument, um seine Einkäufe zu rechtfertigen. 🙂 Wenn die Oberteile bei H&M genauso viel wie in Deutschland kosten, hinter der Ziffer aber ein Dollarzeichen statt eines Euros steht, schlägt mein Herz schon ein wenig schneller. Die Ausbeute ist aber sehr human ausgefallen mit zwei Teilen. Natürlich habe ich diverse LOFT-Läden in Manhattan unsicher gemacht, wobei mein Traumkleid nie in meiner Größe vorrätig war. Aber: In Florida habe ich es mir geschnappt, meine persönliche Shopping-Herausforderung konnte ich dank meiner Hartnäckigkeit und der Geduld meines Freunds also lösen.

Einen großen Höhepunkt hatten wir uns extra für den letzten Tag aufgehoben: Der Besuch des Empire State Buildings. Die Vorhersage versprach Sonnenschein und 20 Grad Celsius. Doch wie ich bereits erwähnte, war nicht wirklich Verlass darauf. Die 20 Grad Celsius traten zwar ein, aber als wir morgens das Hotel verlassen wollten, brach über uns der Himmel zusammen und es goss in Eimern. Bewaffnet mit einem Hotelregenschirm machten wir uns dennoch auf und erkundeten zunächst den Central Park. Schöner wäre er sicher im Sonnenschein gewesen, aber so hatten wir wenigstens genügend Platz, um ihn in aller Ruhe zu entdecken. Glücklicherweise hörte es auf zu regnen, obwohl es wirklich kein Vergnügen war, in meinen ausgelatschten Sandalen durch den Schlamm zu waten. Was macht man nicht alles als aktiver Tourist.

Noch schöner und atmosphärischer fand ich übrigens den Bryant Park unweit des Times Square.
Bryant Park

Bei sehr schwülen Temperaturen (oh ja: 20 Grad Celsius können sich unglaublich schwül anfühlen) ging es weiter nach Downtown Manhattan, wo genau neben dem Empire State Building die Football Factory das HSV-Relegations-Spiel übertragen wollte. Ja, auch so fern der Heimat kommt man nicht um solche Ereignisse herum. 🙂

Empire State Building

Empire State Building

Leider verzogen sich die Wolken am Abend immer noch nicht. Vom Empire State Building war nur ein kleiner Teil sichtbar, sodass wir schweren Herzens diese Sehenswürdigkeit von unserer Liste streichen mussten. 30 Dollar investieren, nur um dann nichts außer Nebel und Wolken zu sehen war nicht wirklich in unserem Sinn. Also hieß es sich schnell eine Alternative aus den Fingern saugen: Wir fuhren zum Herald Square, wo wir erstens einen wahnsinnig tollen Platz mit Stühlen entdeckten, auf dem man wunderbar Menschen beobachten kann (ich hoffe, das hört sich jetzt nicht creepy an?) und dessen Lichtverhältnisse mich zum Staunen brachten, und machten dann noch einen weiteren kleinen Abstecher ins benachbarte Macy’s. Wenn Ihr die Möglichkeit habt, geht unbedingt da mal rein! Allein schon, weil es als das größte Kaufhaus der Welt gilt. So viele Schuhe auf einem Platz habe ich in meinem bisherigen Leben noch nicht gesehen!

Herald Square

Macy's
Das großartige Rockefeller Center haben wir ebenfalls bestaunen können. Jetzt im Sommer natürlich ohne Eisfläche davor. 😀

Rockefeller Center

Mein Fazit von New York City: Eine grandiose, fabelhafte, atemberaubende, zauberhafte Stadt, die mein Herz im Sturm erobert hat. Beim nächsten Besuch, den es definitiv geben wird, müssen sich dann noch Brooklyn, Williamsburg und all die anderen Stadtteile auf mich gefasst machen!

Ehe wir uns versehen konnten, saßen wir auch schon am nächsten Morgen im Bus gen Airport La Guardia, auf dem Weg nach Miami. Doch das ist eine andere Geschichte…

Advertisements

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s