Découvrir New York – Part 1

Skyline Manhattan

Nachdem Ihr meine kulinarischen Ergüsse von Dienstag hoffentlich verdaut habt, können wir uns jetzt gemeinsam auf Entdeckungstour durch den Big Apple begeben. Gleich vorab: Es war unmöglich, alle Wünsche meiner To-Do-Liste abzuarbeiten. Mir war zwar klar, wie unwahrscheinlich die Erfüllung all meiner Wünsche werden würde, aber wie der Begriff Wunsch schon sagt, habe ich es mir trotzdem gewünscht. Nun gut, bleiben mir genügend Punkte für die nächste Reise – sobald es Geldbeutel und Zeit erneut erlauben werden.

Während ich mir die Highlights vor Augen führe, wird mir erschreckend klar, dass schon wieder drei Wochen vergangen sind, seitdem ich die Welt voller Skyscraper, Hotdog-Ständen und beschäftigten Business-Leuten betreten durfte. Angefangen hat alles am Pariser Flughafen. Mit 15 bis 20 Minuten Verspätung gesegnet sind wir die Gänge des Flughafens entlang gehetzt. Schnell noch das Terminal am Bildschirm ausfindig gemacht und durch die Passkontrolle. Weiter übers Laufband – weiter, weiter weiter – nur um am anderen Ende feststellen zu müssen, dass wir im falschen Terminal gelandet sind. Und Paris macht es einem nicht gerade einfach, sich zurechtzufinden: Nicht etwa, dass man die Terminals wechseln könnte, nein, etwas Fitness sollte schon vorhanden sein für die zahlreichen Sprints! Flugs habe ich meine Französischkenntnisse herausgekramt und eine Mitarbeiterin nach dem Weg gefragt. Was, wir sollen da raus und mit der Bahn fahren? Das kann doch nicht sein, wir sind doch schon längst am Flughafen! Aber auch eine weitere englische Mitarbeiterin hatte keine andere Lösung für uns parat. Also hieß es raus, mit der Verbindungs-Metro fahren, ins andere Terminal wieder rein und alle Sicherheitsschleusen erneut passieren. Es galt, all diese Hürden in nur 10 Minuten zu nehmen, denn dann sollte unser Boarding beginnen. Glücklicherweise kamen wir noch rechtzeitig an, um uns in die riesenlange Schlange zu stellen. Bei meinem Glück wurde ich natürlich rausgezogen und einer gründlichen Leibesvisitation unterzogen. Sah ich wirklich so gefährlich aus in meinem inzwischen leicht verschwitzten Dress?

Nach vielen leckeren Gängen bei Delta (wirklich sehr köstlich, vor allem die Eiscreme!), dem Film “Saving Mr. Banks” (so rührend, dass ich total heulen musste, was mein Freund glücklicherweise verschlafen hat) und gefühlten 5 Flaschen Wasser später durften wir endlich den heiligen Boden Amerikas betreten. Natürlich nicht ohne von den Sicherheitsbeamten der Einwanderungsbehörde ordentlich ins Kreuzverhör genommen zu werden. Dieses Mal wurde ich zum Glück verschont, dafür musste der Koffer meines Freundes für eine eingehende Inspektion herhalten. Da war der Weg mit der U-Bahn schon fast ein Klacks, auch wenn wir in einer Linie saßen, deren Nummer ich nicht auf meinem schlau vorbereiteten Routen-Zettel notiert hatte. Macht aber nichts, viele Wege führen nach Midtown, Manhattan.

Grand Central Station

Kaum aus der U-Bahn gestiegen erwarteten uns auch schon die Grand Central Station, eine Horde von Menschen in der Rush Hour und Hochhäuser soweit das Auge und mein Nacken reichen. Ganz ehrlich: Es ist der helle Wahnsinn! Ich wurde ja vorgewarnt, dass ich Genickstarre bekommen würde, aber das ist noch eine Untertreibung. Nur noch gen Himmel konnte ich schauen. Natürlich haben wir unsere Koffer in unserem tollen Domizil nur kurz abgestellt, um uns sofort ins Getümmel zu stürzen. Anders als geplant enthielt unsere Hotelzimmerbuchung im Seton übrigens nur ein Gemeinschaftsbad, aber glücklicherweise wurden wir upgegradet. Ach ja, die netten New Yorker :D!

Leider machte sich mein Jetlag ziemlich schnell bemerkbar, sodass wir nach dem Abendessen in einem kleinen italienischen Restaurant zwar trotzdem weiter durch Manhattan zogen, ich mich allerdings kaum noch dran erinnern kann. Meine Augen waren auch schon halb geschlossen. Dabei entdeckten wir doch durch Zufall gleich den Times Square, richtig genießen konnte ich das an diesem Abend allerdings weniger.

Times Square

Aber ausgeschlafen am nächsten Morgen hieß es dann richtig “Manhattan, wir kommen!” Ja, mit der Subway ging es Richtung Wall Street, wo wir zunächst die Trinity Church von Nahem bestaunen durften. Es ist wirklich unbeschreiblich schön anzusehen, wie alte Kirchengemäuer genau neben riesigen Wolkenkratzern immer noch ihren Platz behaupten und damit einen ganz eigenen Charme versprühen!

Trinity Church

Super informiert haben wir jegliche Angebote, nach Ellis Island zu fahren, dankend abgelehnt und lieber mit der öffentlichen, kostenlosen Fähre nach Staten Island übergesetzt. Dabei kann man die Freiheitsstatue von Weitem auch sehr gut begutachten und nebenbei die atemberaubende Skyline Manhattans und Brooklyns. Auf die Statue selbst drauf wollten wir eh nicht, sodass wir uns die 20 Dollar lieber geschenkt haben.

Skyline Brooklyn

Staten Island Ferry

Statue of Liberty

Wall Street, Downtown Manhattan und (ein Teil von) Chinatown haben wir danach in uns aufgesogen und machten uns am späten Nachmittag auf zum Broadway.

Downtown Manhattan

Denn dort widmeten wir uns unserer nächsten Station: Broadway Musical. Meine Schwester flüsterte mir bereits vor Wochen ins Ohr, unbedingt bei der Lotterie mitzunehmen. Dafür recherchiert man entweder online, welche Theater so was anbieten und welche Musicals überhaupt in Frage kommen – so wie wir – oder informiert sich direkt auf dem Times Square bei den roten Treppen. Teilnehmende Theater bieten die Lotterie an bestimmten Tagen (hier ist Flexibilität und Neugier gefragt, da es nicht jeden Tag überall angeboten wird) um Punkt 17 Uhr an. Anfangs dachten wir noch, nicht viele Chancen zu haben, da es galt, 20 Karten auf rund 60 Interessenten zu verteilen. Und entgegen unserer Informationen wurde die Lostrommel nicht 17 Uhr geschlossen, sondern nahm noch bis zur Auslosung um 17.30 Uhr dankbar jedes Los entgegen. Doch Fortuna gesellte sich an diesem frühen Abend zu mir (YEAHHH!!!), was nicht alle Tage passiert, sodass wir uns über zwei Karten für das Musical If & Then freuen durften: 2. Reihe für je 25 Dollar statt rund 100 Dollar das Stück. Und das Musical hat sich so was von gelohnt! Zweieinhalb Stunden Faszination und Tagträumerei in Einem! Allein die Atmosphäre in diesem alten Theater war fantastisch. Ein lokales Stück anzusehen, das direkt in New York City spielt, brachte mir diese Metropole einmal näher in mein aufnahmebereites Herzchen. Und für alle Glee-Kenner: Idina Menzel spielt die Hauptrolle ;).

Richard Rodgers Theatre

Vielleicht merkt Ihr es schon an der Textlänge oder meinem ausschweifenden Schwärmen, aber bei New York und mir war es love at the first sight :). Jeden einzelnen Moment habe ich in mir aufgesogen. Parisliebhaber müssen jetzt mal kurz wegschauen, aber so sehr ich Paris letztes Jahr in mein Herz geschlossen habe, so viel mehr atemberaubender finde ich New York und seine leicht liebenswerteren Einwohner als die Pariser. Während ich mich in Paris noch als totaler Tourist vorkam, fühlte ich mich in New York sofort zugehörig. Ein wenig haben mich die New Yorker an Hamburger erinnert – zumindest das Schritttempo betreffend, mit dem ich dank Hamburger Alltag gut mithalten konnte – nur in schicker. Wahrscheinlich, weil wir auch in einem Büroviertel gewohnt haben und deshalb vornehmlich seriös gekleideten Menschen begegnet sind.  Ja, ich liebe den schicken Style der New Yorker Frau, je l’adore!

Ich bin so begeistert vom Big Apple, dass ich den Beitrag lieber splitte und mich den nächsten Urlaubstagen im nächsten Teil zuwenden werde. Ihr könnt also gespannt bleiben.

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