Jetlag, komm raus, du bist umzingelt!

Sunrise Key West
Zwei Uhr nachts bin ich plötzlich hellwach. Während um mich herum alles schläft, leise und bis auf den Mondschein komplett dunkel ist, will ich einfach nicht einschlafen. 11 Uhr morgens hingegen komme ich nicht aus dem Bett, klammere mich an jede Mütze Müdigkeit, nur um im nächsten Augenblick feststellen zu müssen, dass es nichts bringt, mitten am Tag zu schlafen.

Draußen vor meinem Fenster tobt das Hamburger Leben: Die ersten Gäste strömen in die Kneipe, nebenan macht das Restaurant seine Sonnenterrasse hübsch. So schleppe ich mich durch den Tag und nenne Kaffee und Koffein in jeglicher anderer Form meinen ständigen Begleiter. Die Zeit scheint zu rasen, währenddessen scheine ich über ihr zu schweben. Fern von Alltag und dessen Herausforderungen, kein Gefühl für Zeit und Raum. Die leichte Brise mit den gerade einmal 18 Grad Celsius, die sich erheblich kühler als die schwülen 30 Grad Celsius anfühlen, machen es mir auch nicht leichter. Ja, das nennt man nach einem Langstreckenflug wohl allgemein Jetlag.

Vielleicht übertreibe ich auch ein wenig und sollte wohl milder mit mir selbst sein. Bin ich doch gerade einmal 48 Stunden wieder in Deutschland und hatte mir in weiser Voraussicht bis zum Ende des Wochenendes extra frei gehalten – für die Regeneration. Das sollte ich jetzt wohl auch mal auskosten. Schon allein, weil die Reise trotz ihrer Herrlichkeit doch auch sehr anstrengend war. Anstrengend für die, die nicht unbedingt gern im Urlaub 6 Uhr morgens geweckt werden und dann ein straffes Ausflugsprogramm in brütender Hitze absolvieren möchten. Doch so sehr ich mich auch anstrenge, die letzten verbleibenden freien Tage zu genießen, so laut pocht es schon wieder in meinem Kopf. Meine Gedanken rattern ununterbrochen, leider aber ohne einzurasten. Ich kann sie nicht speichern.

Die ersten Haushaltsaufgaben habe ich glücklicherweise gleich erledigt, sodass die gesamte Urlaubskleidung bereits ihren Weg aus dem Koffer über die Waschmaschine und das Bügelbrett hinein in den Schrank geschafft hat. Aber dies und das will schon noch erledigt werden – mein sportliches schlechtes Gewissen meldet sich nach dem Schlemmerurlaub zum Beispiel spätestens seit heute Morgen schon ganz laut (wobei ich auch Ende des Monats ein sportliches Ziel vor Augen habe, für das es zu trainieren gilt). Ganz zu schweigen von meinem lieben Blog, für den ich so viele neue Ideen aufgeschnappt habe. Die Fotos sind bereits aussortiert und meine Inspirationen und Gedanken fein säuberlich in mein hübsches Notizbüchlein notiert, (danke an dieser Stelle noch mal an meine liebe Freundin, die es mir geschenkt hat und sich hierbei ruhig angesprochen fühlen darf) die Umsetzung folgt hoffentlich schnellstmöglich.

Oh là là: Ich bin grad höchst überrascht und beeindruckt von mir selbst, dass ich doch einen so langen Text fabrizieren konnte. Vielleicht einfach nur ein Zeichen, dass es nach meiner inneren Uhr erst Nachmittag ist, vielleicht aber auch ein Hoffnungsschimmer auf ein baldiges Ende des bösen Jetlags. Wie auch immer: Der Urlaub war wahnsinnig fantastisch, grandios, atemberaubend schön – der Jetlag ist also auf jeden Fall verdient. Und auch wenn die Erinnerungen am schönsten sind, werde ich sie in den kommenden Posts versuchen, für Euch einzufangen.

Genießt noch den sonnigen Frühlingsabend (Woohoo! Hier ist es viel länger hell als in Florida!), ich koche mir jetzt noch schnell einen Kaffee! 🙂

 

Wen interessiert, von wo das Foto stammt: So sehen Sonnenuntergänge in Key West aus.

Advertisements

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s