Schokoladenguglhupf – ein Schmaus für die Seele

Schokoladen Guglhupf Es ist kalt, grau und ein gar nicht wonnemäßiges Wetter da draußen. Dazu noch der melancholische Sonntag, an dem man die Woche in Gedanken Revue passieren lässt. Schon wieder sieben Tage vorbei? Schon wieder liegt eine Woche des Jahres hinter Einem? Und noch viel schlimmer: Das Wochenende neigt sich schon wieder dem Ende zu? Aber halt: Dies hier soll keineswegs ein Trübsal blasender Post voller Melancholie, Wehmut und Traurigkeit werden.

Natürlich kommt schon morgen eine neue Woche mit hoffentlich spannenden, herzerwärmenden und erfreulichen Geschichten und Abenteuern um die Ecke. Gleich hinter dem nächsten Haus an der Kreuzung sozusagen. Und wie manch einer zu sagen pflegt: Noch fünfmal schlafen und dann ist wieder Wochenende. Aber bevor es soweit ist, brauche ich heute erst einmal etwas Wohliges im Magen. Etwas, bei dem mein Herz aufgeht, bei dem ich mich sofort geborgen und zu Hause fühle. Fernab von Stress, Hektik und Schietwetter. Und was könnte es in meiner Welt Besseres geben, als ein leckeres Stück Kuchen?

Mit Kindheit, Heimat und leckerem Kuchen verbinde ich immer auch Rührkuchen. Immer wenn nichts mehr ging, niemand Zeit hatte, keiner sich für das Fabrizieren einer herrlich aufwändigen Torte begeistern und motivieren konnte, aber alle Lust auf etwas Süßes zum Kaffee hatten, gab es Rührkuchen. Schnell und einfach gemacht, himmlisch lecker im Vor-, Ab- und Nachgang. Und um die traditionelle Backkunst meiner Kindheit noch auf die Spitze zu treiben, gibt es bei mir Schokoladen-Guglhupf. Denn nur Weniges verbinde ich so sehr mit traditioneller Backkunst meiner Vorfahren wie Guglhupf, auch wenn das vielleicht ein wenig komisch anmutet. Diese wunderschön pinke Guglhupfform möchte ohnehin seit ihrem Kauf vor ein paar Monaten endlich ordentlich in Gebrauch genommen werden. Fühlt sie sich doch viel zu schön und attraktiv, um im dunklen Schrank ihr Dasein zu fristen. So habe ich sie nun hervorgeholt und mit einem Teig aus ganz viel geschmolzener Schokolade, Mehl, Eiern und Zucker gefüllt. Herausgeputzt von der tiefsten Rille bis zum höchsten Hügel hat sie sich wunderbar präsentiert. Da es aber bekanntlich auf den Inhalt ankommt, sei an dieser Stelle verraten, dass dieser ebenfalls hervorragend war. 🙂

Wenn Ihr auch solch eine tiefe Verbindung zu Euren Küchenutensilien pflegt wie ich oder jetzt einfach nur Appetit auf Kuchen bekommen habt, erfahrt Ihr unten, aus welchem Inhalt mein Guglhupf genau bestand. Danke an Judith von Schokohimmel für dieses Rezept, das ich allerdings mangels einzelner Zutaten ein wenig abgewandelt habe.

Zutaten:
50g Vollmilchkuvertüre
50g Zartbitterkuvertüre
150g Butter
3 Eier
150g Zucker
150g Mehl
1 Prise Salz
½ Pck. Backpulver
50ml Milch
1 ½ EL Back-Kakaopulver

 

Zubereitung:

Die Kuchenform gut fetten, damit der Hupf sich nachher unfallfrei aus der Form lösen lässt. Die dunkle Schokolade zusammen mit der Butter schmelzen (habe ich in der Mikrowelle gemacht, was wunderbar funktionierte).

Die Eier mit dem Zucker schön schaumig schlagen. Mehl, Backpulver und Salz mischen. Die Mehlmischung und den flüssigen Schoko-Butter-Mix nach und nach zu den Eiern und dem Zucker in die Rührschüssel geben. Danach kurz die Milch und den Kakao unterrühren. Dann den Teig in die Guglhupf-Form geben. Bei 160°C Umluft circa 40 Minuten backen. Anschließend auskühlen lassen und dann stürzen. Wenn Ihr mögt, könnt Ihr ihn danach noch mit einer Glasur Eurer Wahl verzieren, ich musste mangels Zutaten darauf verzichten.

Noch ein Tipp: Dieses Rezept war für ein 1L-Form gedacht und laut der Autorin zu viel für ihre Form. Ich habe daraufhin nur 2/3 der Mengenangaben verwendet, wobei mein Guglhupf ein wenig zu klein für meinen Geschmack geraten ist. Aber da seid Ihr völlig frei, wenn Ihr Teig übrig habt, könnt Ihr diesen in Muffinförmchen geben.

Schokoladen Guglhupf_2

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One Comment Add yours

  1. Schokohimmel says:

    Hach ja, immer dieses “Größenproblem”. Irgendwie ist jede Kuchenform anders 😀

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