Nouveaux sac à main in town

Neue Tasche
Gleich vorweg: Ganz so super-nouvelle ist die hier gezeigte Tasche nicht. Gehört sie doch schon seit März zu meinem erlesenen Freundeskreis. Da aber nie das geeignete Wetter für ein Foto zu kommen schien, die Zeit sich querstellte und ich sie auch noch ein Weilchen nur für mich allein haben wollte, ist erst jetzt daraus ein Post geworden.

Frauen sollen ja angeblich ein spezielles Verhältnis zu Handtaschen pflegen. So speziell, dass manche gar jede Woche ein anderes Exemplar spazieren tragen. Ich für meinen Teil gehöre nicht zu dieser Spezies, sondern besitze nur zwei oder höchstens drei ausgewählte Taschen zur selben Zeit. Schlichtweg aus dem Grund, dass ich erstens gern meine ungeteilte Aufmerksamkeit ein paar wenigen Lieblingsstücken widmen möchte und ich zweitens keine Lust habe, ständig umzupacken. Dabei geht meist die Hälfte verloren – natürlich immer die wichtigere Hälfte. Meist habe ich auch nur große Taschen, weil neben Portemonnaie noch diverse Kosmetika, Taschentücher, Medikamente für kleine Wehwehchen bis hin zu mehreren Termin- und Notizheften reinpassen müssen. Kaufe ich eine neue, so meist, weil die alte sich langsam aber sicher in ihre Einzelteile zersetzt und mehr Sachen verschluckt oder verliert als sie zu transportieren.

So geschehen auch in diesem Fall. Wenn ich meine alte Tasche auch abgöttisch und voller Inbrust jeden Tag mit mir geführt habe, musste ich doch einsehen, dass ihre Halbwertszeit allmählich gegen null tendierte. So kam es, dass mir der Geburtstagsmann im März einen neuen sac à main préféré vorbeischickte. Seit diesem Tag mag ich sie nicht mehr aus der Hand geben. Ja, ich gebe zu: Wie bei vielen modischen Schmuckstückchen war es auch in diesem Fall wieder Liebe auf den ersten Blick. Ich kann einfach nicht anders: Sobald ich eine Erinnerung, eine herzliche Geschichte mit einem Kleidungsstück oder Accessoire verbinde, ist es um mich geschehen.

In schickem Braun gehalten, in butterweichem Leder, geschmeidig wie Babyhaut und ganz viel Raum für all meinen Krimskrams, den ich täglich bei mir tragen MUSS – das ist mein nouveaux sac à main. Dazu noch ein Henkel, der es mir sowohl erlaubt, sie in der Hand, über dem Arm oder auf der Schulter zu tragen. Perfekt in meinen Augen, da so schön wandelbar. Und obendrauf noch der gülden scheinende Anhänger von Tamaris, der sie in meinen Augen noch hochwertiger erscheinen lässt. Sogar stürmisches Hamburger Wetter übersteht sie ohne Murren und Knurren, wie Ihr auf dem Foto sehen könnt. Habe ich Mühe, durch meine verwehten Haarspitzen zu schauen, sieht sie einfach nur perfekt aus. Oder schreibt hier nur die rosarote Brille in mir? Ich kann es nicht mehr eindeutig beurteilen.

Fest steht nur: Man sieht mich kaum noch ohne meine Tasche und nach zwei Monaten sieht sie noch aus wie frisch geschlüpft. Mal sehen, wie lange, denn da ich meine Taschen so gut wie nie wechsele, nutzen sie sich relativ schnell ab. Aber daran mag ich jetzt noch nicht denken.

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