Sunday-Thoughts: Aufstehen ist einfacher, als man denkt

sunday_messageManchmal ist die Seifenblase so unbeschreiblich groß, dass es besonders weh tut, wenn sie platzt. Ja, genau in den Momenten, in denen man sich etwas so sehr von ganzem Herzen wünscht, schmerzt es besonders, wenn dieser Wunsch schlussendlich nicht in Erfüllung geht.

Man hat monatelang auf diesen einen entscheidenden Moment hingearbeitet. Abende, Nächte und Wochenenden dafür investiert. Sich das Ergebnis in den schillerndsten Farben ausgemal. Zweifelnde Zwischenfragen von Mitmenschen ohne Zögern mit einem kräftigen „Natürlich schaff ich das“ beantwortet. Vielleicht sogar viele Monate oder sogar Jahre jeden verfügbaren Cent gespart. Das alles nur für den einen ersehnten Moment: die Zielgerade am anderen Ende des Wegs.

 

Und dann, ohne jegliche Vorwarnung, erhält man plötzlich die Nachricht, dass aus dem Traum nichts wird. Zumindest vorerst nicht. Aber das vorerst will man in diesem Augenblick nicht hören. Im Kopf gibt es einen kleinen Knall. Boum! Traum geplatzt! Aus die Maus. Zu früh gefreut Die Gedanken beginnen zu rasen, überschlagen sich und scheinen gleichzeitig still zu stehen. Das soll es gewesen sein? Das Perfide dabei: Irgendwie hatte man es bereits geahnt, es sich aber nicht eingestehen wollen. Es lässt sich kaum in Worte fassen, doch ein paar kleine Zellen des Körpers haben von Zeit zu Zeit rot geleuchtet und signalisiert, dass möglicherweise etwas nicht stimmt. Dass man eine Komponente vergessen hatte, zu bedenken. Sich doch ein störender Ast in den Weg gelegt hatte, über den man nicht ohne weiteres steigen kann…

 

 

Wäre jetzt noch der Beginn dieses Wochenendes, würde mein Text wahrscheinlich hier schon enden. Denn genau so hat sich mein Kopf angefühlt. Vollgepackt mit Erlebnissen der Woche, strategischen Zeitplänen und To-Do-Listen, die bis zum Mond reichen, so lang scheinen sie. Und ein winziger Augenblick bringt alles in Wanken, meine gesamte Vorfreude. Doch seitdem scheint schon wieder so viel passiert zu sein. Nicht umsonst sagt man „Es wird nichts so heiß gegessen, wie es gekocht wird“. Dieser pathetische Satz stimmt wirklich. Habe ich mich früher nur in Selbstmitleid vergraben, mich von der gesamten Welt im Stich gelassen gefühlt, habe ich nun bessere Strategien. Jeglichen Ärger beim Sport herausschwitzen zum Beispiel. Oder Zeit mit Freunden verbringen, die einen auf andere, positivere Gedanken bringen. Was bei mir aber am allerbesten wirkt: In die Küche stellen und backen. Klingt wie eine alte Hausfrauengeschichte, wirkt aber Wunder. Denn spätestens wenn der Duft von sommerlichen Beeren, Zitrone und Vanille durch die Küche strömt und der Backofen von hinten wärmt, ist der größte Regen vergessen und verdrängt durch sommerliche, wärmende Gedanken (das Ergebnis wird hier bald gepostet 😉 ).

 

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