Zum Meisterkoch wird man nicht geboren, aber man kann es werden

GemüsecurryEs ist mitten in der Woche, das ein oder andere Projekt habt Ihr sicherlich schon gemeistert für diese Arbeitswoche. Anlass genug, um kurz durchzuschnaufen. Was sich bei mir als sehr wirkungsvoll erwiesen hat, um abzuschalten, auf andere Gedanken zu kommen und trotzdem produktiv zu sein, ist das Kochen.

 

Wie garantiert so Einige unter Euch habe auch ich meine kulinarische Ader nach meinem Auszug aus meinem Elternhaus für mich entdeckt. Klar, die gute Küche meiner Mutter schien sehr weit weg und mein Kühlschrank reichte auch bei Weitem nicht aus, um ihre Speisen bei mir für schlechte Tage aufzubewahren. Der Magen knurrte trotzdem weiter. Also griff ich zu Kochlöffel, Topf und Messer und machte mich ans Werk. Hatte auch was für sich, musste ich mich nicht an die Geschmäcker meiner Familie halten und konnte meiner kulinarischen Fantasie freien Lauf lassen. Mein einziges Hindesnis: mein ewig klammes Konto (welcher Student kennt das nicht?). Also ging ich zu meiner Studienzeit eher mit dem Gedanken in den Supermarkt, wie ich für möglichst wenig Geld möglichst viel Essbares erwerben kann. Klingt anstrengend, und das war es auch. Allerdings komme ich ja bekanntlich aus der ehemaligen DDR, obwohl ich mich meistens sträube, damit in Verbindung gebracht werden, da ich sie bewusst ja nie erlebt habe. In meinen Genen ist sie aber schon, sodass ich auf eine gewisse Art schon gewöhnt bin, aus Wenig mit viel Einfallsreichtum etwas Schmackhaftes zu machen.

 

Trotzdem bin ich sehr glücklich, in meinem Berufsleben den ein oder anderen Taler mehr in der Tasche zu haben, was sich bei meiner Ernährung tatsächlich bemerkbar macht. So beginnt für mich das Kocherlebnis schon im Supermarkt bei der Auswahl der Produkte. So langsam häufen sich bei mir zu Hause auch schon die Kochbücher und meine Repertoire wächst stetig an. Besonders vegetarische Gerichte, da ich einerseits gern viel Gemüse esse, andererseits aber auch für einen besonderen Vegetarier kochen. In den Gängen zu stöbern und aus der recht reichhaltigen Lebensmittelauswahl das für mich Beste auszuwählen, da fühle ich mich wie ein Kind im Schlaraffenland. Nur, dass meines nicht kostenlos ist ;).

 

Zu Hause in meiner – zugegebenermaßen doch zu kleinen – Küche kann ich mich dann voll entspannen und ans Werk gehen. Wenn es in der Pfanne brutzelt und die Fenster vom siedenden Nudelwasser anlaufen, steigt meine Laune proportional an. Gemäß dem Spruch “Der Weg ist das Ziel” könnte ich eigentlich viel mehr kochen als ich essen kann. So habe ich nach dem Wochenende auch noch genügend Proviant für meine Arbeitswoche. Schont meinen Geldbeutel und freut meinen Magen.

 

Einer meiner Favoriten: Gemüsecurry. Ein so hervorragend vielseitiges Gericht. Ihr könnt praktisch jedes Gemüse Eurer Art nehmen. Ich hatte das letzte Mal Möhren, Zucchini, Zuckerschoten, Frühlingszwiebeln, Paprika und Pilze im Wok angebraten. Dann eine gehörige Portion grüne Currypaste (je nach gewünschtem Schärfegrad) hinzugeben ebenso wie Samba Olek, unterrühren und dann mit Kokosmilch ablöschen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und ein paar Minuten köcheln lassen, bis das Gemüse weich, aber noch leicht bissfest ist. Nebenbei Reis kochen und gemeinsam servieren. Könnte ich gerade ständig essen. Und für all die Fleischesser unter Euch: Ja, man kann wunderbar satt davon werden, auch ohne Fleisch!

 

Bon Appétit!

 

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