To be nice or not – c’est la question

Keep SmileSei immer nett. Und höflich. Sei nett. Und nehme Rücksicht auf Deine Mitmenschen. Lächele immer. Und sei vor all anderen Dingen nett.

 

Vor ein paar Tagen habe ich einen Facebookpost einer ganz lieben Person gelesen. Darin beschreibt sie, dass sie bisher immer zu all ihren Mitmenschen und ihrer gesamten Umwelt nett war. Auch wenn Freunde, Bekannte und Verwandte sich vielleicht beschwert haben über diese oder jene Kleinigkeit oder auch Großigkeit. Und während sie sich in ihren negativen Gedanken gesuhlt, gepoltert, gewütet, mit Teller geschmissen oder auch ein paar Wuttränen vergossen haben, hat sie ihren gut zugeredet, zugehört, Ratschläge gegeben und nett gelächelt. Auch wenn sie innerlich vielleicht selbst gebrodelt hat, ihre eigenen Probleme im Kopf oder Herz, war sie immer für ihre Lieben da. Bis jetzt. Sie ist es leid, der nette Kummerkasten für Alles und Jeden zu sein. Warum immer zuhören, trösten und gut zureden, wenn es nicht gewürdigt wird und die Umwelt ja doch im Pessimus verharrt?

 

In so einigen Ausführungen und Gedanken erkenne auch ich mich wieder. Stets darauf bedacht, nicht anzuecken, möglichst keinen Streit anzufangen und auszutragen, auch wenn es in Einem brodelt, nur um die Harmonie zu bewahren. Immer versuchen, zu lächeln, auch wenn man am liebsten weinen möchte. Und bitte möglichst keinen Mitmenschen verletzen, bitte nicht auch noch das. Und während alle andere ihrer Wut freien Lauf lassen, frisst man seine in sich herein wie andere Chips oder Schokolade. Immer wieder malt man sich aus, wie es wäre, seine Meinung auch so mutig anderen gegenüber zu äußern, auch wenn man sich dann derem Unmut aussetzen würde. Einmal anderen die Meinung geigen, seinen Ärger hinausposaunen, ohne Rücksicht auf andere. Wie befreiend wäre das denn bitte? Oder nicht? Vielleicht fühlt man sich danach ja gar nicht besser, sondern hat eher eine richtig anstrengende Diskussion entzündet.

 

Ein Ventil für seinen Ärger sollte man schon haben, um nicht irgendwann zu explodieren. Sich selbst treu bleiben aber auch. Also heißt es statt unbändiger Leidenschaft oder Wut, seine Meinung konstruktiv kundzutun. Trägt sicher eher zu einer baldigen Einigung bei als sich endlos die Seele aus dem Leib zu schreien. Denn mal ehrlich: Streit des Streits Willen ist nicht so meine Art. Da verpasst man ja so viele schöne Dinge, während man sich hässliche Sachen an den Kopf wirft. Den Ärger, den man während einer Diskussion nicht ablassen kann, dem macht man dann eben bei Sport oder beim Teikkneten während des nächsten Backevents Luft. Und spätestens nach einer heftigen Sporteinheit fühlt es sich sicher wieder gut an, nice zu sein. Wobei ich mein Lächeln auch um Einiges ansehnlicher finde als mein tobender Blick.

 

Auch wenn es in manchen Momenten nur schwer vorstellbar ist, werde ich auch weiterhin davon überzeugt sein, ein netter Kern schlummert sicher in uns Allen! Also kehrt ihn nach außen und lächelt Euren Ärger weg. Wäre das denn wirklich so schlimm?

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